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Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner steht in Denkendorf (Kreis Eichstätt) in 138 Metern Höhe auf einem Windrad. Am Freitagnachmittag eröffnete sie den Bürgerwindkraftpark.

Von Bürgern für Bürger

Aigner: Windpark Denkendorf ist Vorbild

Denkendorf - Er könnte Vorbild sein: In Denkendorf entstand ein Bürgerwindpark, bei dem alle an einem Strang zogen. Er versorgt 5000 Haushalte mit Ökostrom.

Es ist ein Windpark von Bürgern für Bürger - an die 100 Privatpersonen haben sich zusammengetan und miteinander mehr als 3,5 Millionen Euro in das Öko-Projekt investiert. Sie sind mit 51 Prozent Mehrheitseigner des Bürgerwindparks im oberbayerischen Denkendorf (Landkreis Eichstätt), der am Freitag offiziell in Betrieb ging. Bei einer Feierstunde wurde auf die Akzeptanz der Anlage durch die Bevölkerung hingewiesen. Der Windpark erfülle zudem alle Auflagen des Naturschutzrechts, obwohl er im Naturpark Altmühltal liegt.

Aigner: Windpark ist ein Vorbild

Für Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) ist die Anlage ein Vorbild dafür, wie Konsens mit den Bürgern funktioniert. Die Windenergie werde im Freistaat weiterhin eine wichtige Rolle spielen, aber immer in Übereinstimmung mit der Bevölkerung. Die festgelegten Abstandsflächen von Windrädern zu Wohnhäusern dürften unterschritten werden, wenn in den betroffenen Kommunen Einverständnis herrscht, erläuterte Aigner in Denkendorf. Als Mindestabstand gilt das Zehnfache der Gesamthöhe eines Windrades.

Bis 2021 soll der Anteil der Windkraft am gesamten Energieverbrauch in Bayern bis zu zehn Prozent betragen. 2013 waren es erst 1,5 Prozent. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) warnt jedoch immer wieder vor der „Verspargelung“ der Landschaft durch Windräder.

Knapp 20 Millionen Kilowattstunden Ökostrom im Jahr

Im Bürgerwindpark Denkendorf leisten fünf Windräder von jeweils rund 140 Metern Höhe miteinander zwölf Megawatt. Die Anlage erzeugt nach Angaben der Betreiber knapp 20 Millionen Kilowattstunden Ökostrom im Jahr - genug, um damit rund 5000 Haushalte zu versorgen. Die Windräder sind jeweils mehr als 1000 Meter von der nächsten Bebauung entfernt. Bei den Bewohnern gab es nach übereinstimmenden Aussagen keinen Widerstand gegen das Projekt.

Die Anlage kostete rund 20 Millionen Euro. Größter Investor ist die N-ERGIE Regenerativ GmbH, ein Tochterunternehmen der N-ERGIE AG. Beteiligt sind auch mehrere kommunale Energieversorger.

dpa

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