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Flugzeuge der Gesellschaft Air Berlin. Foto: Soeren Stache/Archiv

Vorläufige Jahresbilanz 2014

810 Millionen: Air Berlin fliegt Rekordverlust ein

Berlin - Air Berlin will in diesem Jahr mit neuer Führung den Umschwung schaffen. Doch die Bilanz für das alte Jahr sieht noch düster aus. Die Fluggesellschaft verbuchte einen so großen Verlust wie noch nie.

Bei der defizitären Fluggesellschaft Air Berlin ist der Schuldenberg größer geworden. Ende 2014 seien es 810 Millionen Euro gewesen, sagte Finanzvorstand Ulf Hüttmeyer am Freitag. Das waren 14 Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor. Das Eigenkapital liege nach internationalen Bilanzierungsregeln vorläufigen Zahlen zufolge bei minus 400 bis 450 Millionen Euro. Daraus dürfe man aber keine Insolvenzszenarien ableiten, betonte Hüttmeyer. Nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften hätten die Air-Berlin-Gesellschaften positives Eigenkapital.

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft hatte am Vorabend vorläufige Geschäftszahlen vorgelegt: Demnach wird das Nettoergebnis für das vergangene Jahr zwischen minus 362 Millionen und minus 387 Millionen Euro liegen. 2013 hatte das Defizit 316 Millionen Euro betragen. Der Umsatz des Konzerns lag im vergangenen Jahr fast unverändert zum Vorjahr bei 4,16 Milliarden Euro (2013: 4,15 Mrd. Euro).

Hüttmeyer sprach von einer „enttäuschenden Umsatzentwicklung“. Die Auslastung der Flugzeuge und der Ertrag pro Sitzplatz seien 2014 zurückgangen. Das sei „eine toxische Kombination“. Air Berlin hatte sein Sitzplatzangebot um 2,5 Prozent erhöht. Der neue Vorstandschef Stefan Pichler will nun das Flugangebot stärker auf ertragreiche Strecken ausrichten und die Drehkreuze wie Düsseldorf und Berlin ausbauen.

dpa

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