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Der irische Billigflieger Ryanair beschwert sich bei Kartellbehörden.

Beschwerde bei Kartellbehörden

Rynair erhebt schwere Vorwürfe gegen Air Berlin: „Offensichtliches Komplott“ 

Die Insolvenz von Air Berlin schlägt weiter hohe Wellen. Die mögliche Übernahme durch die Lufthansa hat nun eine Beschwerde von Ryanair nach sich gezogen.

Update vom 16.08.2017 - 8.42 Uhr: Das Bundeswirtschaftsministerium hat kartellrechtliche Bedenken des irischen Billigfliegers Ryanair wegen der Staatshilfen für Airberlin zurückgewiesen. Dies sei eine "abwegige These", denn es sei nicht so, dass am Ende eine einzige Airline Airberlin übernehmen werde, sagte Staatssekretär Matthias Machnig (SPD) am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Es werde "kartellrechtlich gar nicht zulässig sein", dass Airberlin von nur einer anderen Fluggesellschaft übernommen werde.

Rynair wittert „Komplott“ 

Berlin/Frankfurt - Der irische Billigflieger Ryanair hat nach eigenen Angaben Kartellbeschwerde gegen eine mögliche Übernahme der Fluglinie Air Berlin durch Lufthansa eingereicht. Ryanair habe beim Bundeskartellamt und bei der EU-Wettbewerbskommission Beschwerde eingelegt - wegen des „offensichtlichen Komplotts“ zwischen der deutschen Regierung, Lufthansa und Air Berlin, teilte das Unternehmen mit.

„Diese künstlich erzeugte Insolvenz ist offensichtlich aufgesetzt worden, damit Lufthansa eine schuldenfreie Air Berlin übernehmen kann und dies widerspricht sämtlichen Wettbewerbsregeln von Deutschland und der EU“, teilte der Billigflieger auf seiner Homepage mit. Auch die Bestimmungen zu staatlichen Beihilfen würden ignoriert.

Air Berlin hatte am Dienstag Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt, der Flugbetrieb ist durch einen Kredit des Bundes noch für etwa drei Monate gesichert. Jetzt gehen die Sanierungsbemühungen für die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft weiter. Vorstandschef Thomas Winkelmann verhandelt mit Lufthansa und weiteren Interessenten über einen Verkauf von Teilen der Airline.

dpa/AfP

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