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Immer weniger Flieger heben ab: Air Berlin streicht auch Flüge nach München.

Köln und Hamburg nicht mehr angeflogen

Air Berlin streicht Flüge - auch nach München

Die Insolvenz von Air Berlin wirkt sich auch auf den Münchner Flughafen aus. Zwei Flüge in die bayerische Hauptstadt werden ersatzlos gestrichen.

Berlin - Air Berlin stellt seine Langstreckenflüge ab 15. Oktober vollständig ein! Als Grund nannte die insolvente Fluggesellschaft, dass die Leasingfirmen nach und nach ihre Airbus A330-Jets zurückzögen.

Zehn ihrer 17 Langstrecken-Maschinen hatte Air Berlin schon am Wochenende zurückgeben müssen. Auch zwei inländische Flüge nach München fallen weg: Bereits ab diesem Freitag (29. September) streicht Air Berlin die Verbindungen zwischen Hamburg und München sowie zwischen Köln/Bonn und München.

Der übrige Flugbetrieb ist noch bis November finanziert, danach muss frisches Geld her.

„Nicht möglich, alle Arbeitsplätze zu erhalten“

Air Berlin sieht im laufenden Verkaufsprozess gute Jobperspektiven für 80 Prozent der Beschäftigten. „Es wird uns nicht möglich sein, alle Arbeitsplätze zu erhalten“, so Sachwalter Lucas Flöther. Mehrere Tausend Beschäftigte können demnach aber bei der Lufthansa unterkommen.

Im Umkehrschluss heißt das aber: 20 Prozent der nach Unternehmensangaben 6500 Vollzeit-Stellen fallen weg! Air Berlin hatte Ende März 8600 Mitarbeiter, darunter auch Teilzeitkräfte.

Verhandlungen mit Lufthansa laufen

Mit dem deutschen Marktführer Lufthansa laufen Verhandlungen über Teile der Air Berlin sowie deren Töchter Luftverkehrsgesellschaft Walter und Niki. Zudem wolle die Easyjet einen Teil der Flotte übernehmen, was weitere Arbeitsplatz-Perspektiven bringe.

„Wir sind noch nicht am Ziel unserer Verhandlungen“, sagte der Generalbevollmächtigte Frank Kebekus. „Ein stabiler Flugbetrieb in den kommenden Tagen und Wochen ist Grundvoraussetzung für den Erfolg.“

Das Unternehmen verhandelt bis 12. Oktober über einen Verkauf, die Zustimmung der EU-Kommission wird für das Jahres­ende erwartet.

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