Schwerer Unfall auf A9 bei München - Autobahn gesperrt - Hubschrauber im Einsatz

Schwerer Unfall auf A9 bei München - Autobahn gesperrt - Hubschrauber im Einsatz

Flugzeuge bleiben am Boden

„Piloten-Revolte“: Air Berlin muss viele Flüge streichen

Fluggäste der insolventen Air Berlin waren am Dienstag erneut von Flugausfällen und Verspätungen betroffen. 

Berlin - Wegen Krankmeldungen zahlreicher Piloten hat Air Berlin am Dienstag Dutzende Flüge abgesagt. Grund für die Ausfälle seien „außergewöhnlich viele Krankmeldungen im Cockpit“, sagte ein Unternehmenssprecher. Die Airline bat Passagiere, vor der Anfahrt zum Flughafen den Status ihres Fluges unter www.airberlin.com/fluginfo zu prüfen. Reisenden, die von Streichungen betroffen seien, solle die „bestmögliche Reisealternative“ angeboten werden.

„Wir bedauern die Unannehmlichkeiten für unsere Gäste“, sagte eine Sprecherin. Nähere Angaben zur Zahl der gestrichenen Flüge machte die Fluggesellschaft nicht. Allein am Flughafen Berlin-Tegel fielen laut den online genannten Abflügen knapp 20 Flüge aus, etwa ebenso viele waren es am Flughafen Düsseldorf.

Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor über eine „Piloten-Revolte“ berichtet. Grund dafür soll dem Bericht zufolge eine Auseinandersetzung über den Übergang von Piloten der insolventen Airline auf den potenziellen neuen Käufer sein.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) befürchtet, dass der Langstreckenbetrieb der Air Berlin komplett eingestellt werden könnte. VC-Präsident Ilja Schulz sagte der „Rheinischen Post“ (Dienstag), es bestehe die Sorge, dass mit einer „enormen Preiserhöhung die Langstrecke so unattraktiv gemacht werden soll, dass sie noch vor der Übernahme eingestampft werden kann“.

Hintergrund könnte Schulz zufolge sein, dass man insbesondere die gut bezahlten Langstreckenpiloten loswerden wolle, bevor es zu einer Übergabe von Betriebsteilen komme. „Die könnte der Insolvenzverwalter bei einer Einstellung der Langstrecke sofort entlassen wollen“, sagte Schulz der Zeitung. „Die Braut wird quasi für die Hochzeit hübsch gemacht. Das ist ein Skandal, den wir uns so nicht bieten lassen.“

Erst am Montag hatte Air Berlin bekanntgegeben, ihr Karibik-Flugprogramm ab Düsseldorf zum 24. September einzustellen. Flüge auf die Niederländischen Antillen, nach Cancún in Mexiko, Havanna und Varadero in Kuba sowie in die Dominikanische Republik entfielen damit. Hintergrund sei die im Insolvenzverfahren nötige Reduzierung der Langstreckenflotte.

Die verlustreiche Air Berlin hatte Mitte August Insolvenz angemeldet, nachdem ihre arabische Großaktionärin Etihad die Zahlungen an die Berliner eingestellt hatte. Noch bis zum 15. September können Kaufangebote für die Fluggesellschaft abgegeben werden. Der Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl bietet bis zu 500 Millionen Euro für die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Aldi-Überraschung: Dieses beliebte Produkt schmeckt wohl bald anders
Bei Aldi schmeckt ein beliebtes Produkt wohl bald anders. Das trifft nicht nur Verbraucher: 400 Menschen verloren ihren Job. Auch ein anderer Discounter muss umstellen.
Aldi-Überraschung: Dieses beliebte Produkt schmeckt wohl bald anders
Opelaner demonstrieren gegen Teilverkauf der Entwicklung
Bei Opel gärt es weiter. Die verbliebenen Beschäftigten sind verunsichert, ob die lange angekündigten Investitionen tatsächlich kommen. Den Arbeitgeber wollen sie aber …
Opelaner demonstrieren gegen Teilverkauf der Entwicklung
Dürreschäden und höhere Kosten setzen den Bauern zu
Viele Landwirte haben besser verdient - bis die große Trockenheit kam. Nicht nur deshalb wappnen sie sich erneut für schwierige Zeiten.
Dürreschäden und höhere Kosten setzen den Bauern zu
Schock bei Aldi: Kunde macht Ekel-Entdeckung 
Ein Kunde entdeckte etwas Ekliges in einem Aldi-Produkt. Er ist stinksauer und zieht eine drastische Konsequenz.
Schock bei Aldi: Kunde macht Ekel-Entdeckung 

Kommentare