Nach Trump-Drohung

"Air Force One": Boeing verspricht Kostenbegrenzung

Washington - Nachdem Donald Trump Boeing gedroht hatte, den Milliarden-Auftrag für die neue US-Präsidentenmaschine zu stornieren, ist der US-Flugzeughersteller eingeknickt.

Der US-Flugzeughersteller Boeing hat zugesichert, die Kosten für die neuen US-Präsidentenmaschine unter Kontrolle zu halten. Die Zusage traf Konzernchef Dennis Muilenburg in einem Telefonat mit dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump, wie ein Unternehmenssprecher am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Trump hatte sich darüber beschwert, dass die geschätzten Kosten für die zwei neuen Maschinen der "Air Force One" auf mehr als vier Milliarden Dollar (3,7 Milliarden Euro) gestiegen und damit "außer Kontrolle" geraten seien. "Annulliert den Auftrag!", schrieb er am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Am Mittwoch legte der gewählte Präsident nach. Wenn die Preise für die Präsidentenflugzeuge nicht gedrückt werden könnten, "werden wir sie nicht bestellen". Dann würden die derzeitigen Maschinen weiter im Betrieb bleiben, sagte Trump dem Fernsehsender NBC.

Sein Telefonat mit dem Boeing-Chef wurde den Sprecher-Angaben zufolge bereits am Dienstag geführt. Darin habe Muilenburg versichert, dass Boeing mit der neuen Regierung zusammenarbeiten werde, "um das Programm so erschwinglich wie möglich" zu halten.

Boeing hatte im Januar 2015 den Zuschlag für die Lieferung der Präsidentenmaschinen erhalten. Sie sollen als hochmoderne Befehlszentrale ausgestattet sein. Dazu sollen zwei Jumbo-Jets des Modells 747-8 umgebaut werden. Fertig sein sollen die Flugzeuge bis zum Jahr 2024. Allerdings waren die Kosten ursprünglich auf schätzungsweise drei Milliarden Dollar beziffert worden.

Die beiden derzeitigen Maschinen der legendären "Air Force One" sind in die Jahre gekommen. Sie waren vom früheren US-Präsidenten Ronald Reagan bestellt worden und sind seit Anfang der neunziger Jahre in Betrieb.

afp

Rubriklistenbild: © AFP

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