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Die angeschlagene Fluggesellschaft Airberlin will ihre Flotte verkleinern.

Kooperation mit Alitalia?

Airberlin verkleinert Flotte

Berlin - Die angeschlagene Fluggesellschaft Airberlin hat einen grundlegenden Umbau angekündigt und will binnen drei Jahren wieder "nachhaltig profitabel" werden.

Airberlin werde sich auf die Reisemärkte Deutschland, Österreich, Schweiz und Mallorca konzentrieren, die Flotte um zehn Maschinen verkleinern und künftig eng mit Alitalia zusammenarbeiten, kündigte Unternehmenschef Wolfgang Prock-Schauer am Mittwochabend an. Weitere Einzelheiten würden Ende September vorgestellt. Im zweiten Quartal von April bis Juni schrieb die Fluggesellschaft erstmals seit langem wieder schwarze Zahlen.

Airberlin hatte jahrelang Verlust gemacht. 2012 erreichte die Fluggesellschaft wieder ein Plus, 2013 aber stand wieder ein Minus von 315,5 Millionen Euro unter dem Strich. Die Fluggesellschaft Etihad aus Abu Dhabi, der fast 30 Prozent von Airberlin gehören, half mit 300 Millionen Euro aus. Etihad wird auch bei der hoch verschuldeten Alitalia einsteigen; in den vergangenen Monaten gab es Gerüchte, das Unternehmen aus Abu Dhabi wolle Airberlin und Alitalia verschmelzen.

Im zweiten Quartal von April bis Juni machte Airberlin nun einen kleinen Nettogewinn von 8,6 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte noch ein Minus von 38 Millionen Euro unter dem Strich gestanden. Der Umsatz legte um 2,9 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro zu. Prock-Schauer betonte, das Sparprogramm "Turbine" wirke. Airberlin habe es im Jahresvergleich geschafft, die Kosten pro angebotenem Sitzplatzkilometer - exklusive Treibstoff - um fast drei Prozent zu senken, und dies trotz gestiegener Ausgaben für die Luftverkehrssteuer und Personal.

Airberlin ist die zweitgrößte Fluggesellschaft Deutschlands mit 31,5 Millionen Fluggästen im vergangenen Jahr. Sie bietet sowohl Billigflüge in Deutschland und Europa als auch den Service einer Linienfluggesellschaft zum Beispiel auf transatlantischen Flügen an. Daran soll sich laut Prock-Schauer auch nichts ändern - ändern werde sich "die Art und Weise, wie wir unser Geschäft betreiben und den Markt bearbeiten".

AFP

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