Airbus-Arbeitnehmer drohen mit Kampf

Hamburg - Die Arbeitnehmer der deutschen Airbus-Standorte haben ihren Widerstand gegen die geplanten Werksverkäufe bekräftigt und mit Kampfmaßnahmen gedroht. "Wir werden alle Optionen nutzen, um den Ausverkauf bei Airbus zu verhindern".

Dies sagte Jutta Blankau, die Bezirksleiterin der IG Metall Küste, am Mittwoch in Hamburg. Die betriebliche Tarifkommission der Airbus-Standorte und des EADS-Werkes Augsburg hatte zuvor Kündigungsschutz bis mindestens 2015, langfristige Standortgarantien für die Werke und die Absicherung der geltenden Tarifregeln verlangt.

Zudem sollen künftige Investoren auf weitere Verlagerungen verzichten. Die Arbeitnehmer wollen dazu Tarifverhandlungen aufnehmen; Airbus hat dieser Forderung bislang nicht zugestimmt.

Nach dem Airbus-Sanierungsprogramm "Power8" sollen die Werke in Varel, Nordenham und Laupheim verkauft werden sowie das EADS-Werk in Augsburg. Airbus erklärte, es gebe keinen neuen Sachstand. Man sei in Gesprächen mit den Interessenten und wolle bis zum Ende des Jahres eine Lösung erreichen. Vor dem Hintergrund des Dollar-Kursverfalls mehren sich jedoch die Spekulationen in Medien, dass der Verkauf von Fabriken für Airbus zunehmend schwierig wird.

So berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD), das Augsburger EADS-Werk solle nun doch nicht verkauft werden, sondern im Konzernverbund bleiben. Der Kreis der Interessenten für die Airbus-Werke reduzierte sich mittlerweile auf die amerikanische Spirit-Gruppe sowie die Bremer OHB. (dpa)

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