Airbus-Betriebsräte: Tausende Stellen gefährdet

Protestaktionen: - Hamburg - Mit groß angelegten Protestaktionen wollen die Airbus-Mitarbeiter in Deutschland eine drohende Verlagerung von tausenden Arbeitsplätzen ins Ausland abwenden. An den Airbus-Standorten in Deutschland sind nach Befürchtungen des Betriebsrates 5000 bis 8000 Arbeitsplätze in Gefahr.

Am größten deutschen Airbus- Standort in Hamburg sind den Einschätzungen zufolge allein bis zu 4000 Stellen bedroht. Mit Kundgebungen an vier Airbus-Standorten wollen die Beschäftigten am kommenden Freitag auch die Politik für ihre Interessen aufrütteln.

Welche der sieben Airbus-Werke zwischen Hamburg und Laupheim in welchem Umfang durch das Sparprogramm "Power 8" betroffen sein werden, konnte der Betriebsratschef des Hamburger Werks, Horst Niehus, noch nicht im Detail sagen. Aus einem Flugblatt des Betriebsrates geht hervor, dass die Arbeitnehmervertreter im schlimmsten Fall mit dem Verlust von 2500 bis 4000 Arbeitsplätzen am Standort Hamburg rechnen.

Befürchtet wird unter anderem ein Verlust der Airbus A380-Montagelinie in Hamburg sowie der A320-Kabinenausstattung. An den anderen Standorten droht nach Einschätzung des Betriebsrates der schleichende Verlust von Produktionspaketen.

Wegen der erwarteten Arbeitsplatzverluste hat die IG Metall Küste die Arbeitnehmer zu den Protesten aufgerufen. An den Standorten in Hamburg, Varel, Bremen und Laupheim (Baden-Württemberg) werden mehr als 10 000 Teilnehmer erwartet, auch aus den Zulieferbetrieben. Airbus hat in Deutschland rund 23\x0f000 eigene Mitarbeiter sowie rund 6300 Zeitarbeitskräfte.

"Die Stimmung ist schlecht", unterstrich der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende des Werkes Nordenham, Udo Nobel. Mit dem geplanten Aktionstag will die Gewerkschaft ein deutliches Zeichen setzen, dass alle Standorte und Arbeitsplätze erhalten bleiben sollen. Der Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) wird dann in der Hansestadt im dortigen Airbus-Werk sprechen. Niedersachsens Regierungschef Christian Wulff (CDU) hat sich in Varel (Friesland) angekündigt.

Den Auftakt wird am Freitagmorgen die Kundgebung am Airbus-Standort in Laupheim bilden.

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