Airbus-Chef in Hamburg

- Hamburg - Der neue Airbus-Chef Louis Gallois berät am heutigen Donnerstag mit der deutschen Unternehmensführung die Produktionsprobleme beim Großraumflugzeug A380.

Dazu wurde der Spitzenmanager im Hamburger Werk Finkenwerder erwartet, dem größten Airbus-Produktionsstandort in Deutschland mit rund 12 000 Mitarbeitern. Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte Gallois, er wolle die angekündigten milliardenschweren Sparmaßnahmen gleichmäßig auf die vier betroffenen Produktionsländer verteilen will. "Aber es gibt keinen Zweifel an unserer Entschlossenheit, das Programm Power 8 umzusetzen, denn die Zukunft von Airbus steht auf dem Spiel."

Auch ohne die A380-Probleme müsse der Sparplan in Angriff genommen werden, denn Airbus sei mit einer nachhaltigen Schwächung des Dollar gegenüber dem Euro konfrontiert. Es werde einen Dialog mit den Gewerkschaften, dem Personal, mit lokalen Politikern und auch mit den Zulieferern geben. "Was wir genau tun werden, wissen wir erst in einigen Monaten."

Bei Entscheidungen sollten auch staatliche Investitionen berücksichtigt werden, betonte Gallois. Airbus und die Hansestadt hatten im Juli 2004 einen Vertrag unterzeichnet, in dem sich der Konzern verpflichtet, bei Vertragsbruch Investitionen der Stadt in die Airbus-Werkserweiterung zu ersetzen. Hamburg hat fast 700 Millionen Euro in das Gelände investiert.

Am Mittag war auch ein Treffen Gallois' mit Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust und Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (beide CDU) vorgesehen. Zudem sollte die Airbus-Krise auch Thema des deutsch-französischen Ministerrats mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Jacques Chirac am Donnerstag in Paris sein.

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