Airbus-Chef warnt vor weiteren A380-Problemen

Hamburg - Der Flugzeugbauer Airbus ist nach Aussagen von Unternehmenschef Thomas Enders bei der Produktion des Super-Airbus A380 noch nicht aus dem Schneider. Im "Spiegel" nannte Enders das Ziel, im kommenden Jahr 13 Maschinen vom Typ A380 und ab 2010 sogar vier Maschinen pro Monat auszuliefern, "anspruchsvoll".

"In der Tat haben wir die ganz große Herausforderung noch vor uns". Erst wenn die Fertigung wie geplant hochgefahren werde, sei "das A380-Programm über den Berg". Am Montag liefert der europäische Flugzeugbauer in Toulouse mit rund zweijähriger Verspätung den ersten A380 an Singapore Airlines aus.

Wegen der Produktionsprobleme war der Airbus-Mutterkonzern EADS in die roten Zahlen geraten und hatte eine umfassenden Umbau des Unternehmens eingeleitet. Sechs der 16 europäischen Werke sollen verkauft werden, unter ihnen die deutschen Werke, Nordenham, Varel, Laupheim und Augsburg. Dabei werde sich Airbus nicht unter Druck setzen lassen. Wenn der richtige Partner gefunden sei, werde entschieden. Eine Zeitraum nannte Enders nicht. Der baden- württembergische Anlagenbauer Voith und der Technologiekonzern Diehl haben sich inzwischen aus dem Bieterverfahren für die deutschen Werke zurückgezogen.

Enders wies erneut die Insider-Vorwürfe der französischen Börsenaufsichtsbehörde AMF zurück, nach denen er Aktien von EADS verkauft haben soll, als die Produktionsschwierigkeiten beim A380 intern schon bekannt gewesen seien: "Mich haben die Verdächtigungen und Anschuldigungen überrascht und schockiert." An den Vorwürfen sei "eindeutig" nichts dran.

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