Airbus dementiert Bericht über Trennung von fünf deutschen Werken

- Paris/Hamburg - Airbus hat nachdrücklich einen Bericht dementiert, der Flugzeugbauer wolle sich im Zuge seines Sparprogramms von fünf deutschen Standorten mit zusammen 6600 Beschäftigten trennen.

"Das stimmt überhaupt nicht, das sind alles Spekulationen", sagte Airbus-Sprecherin Barbara Kracht auf Anfrage in Toulouse. "Ich weiß gar nicht, wo der Bericht herkommen kann, im Moment ist davon überhaupt nicht die Rede." Die "Bild"-Zeitung hatte unter Berufung auf Insider berichtet, Airbus wolle sich von fünf Werken in Niedersachsen und Baden-Württemberg trennen.

Nach Informationen der Zeitung (Mittwoch) sollen die fünf Werke schnellstmöglich an Investoren verkauft und kostengünstiger als Zulieferer für Airbus weiterbetrieben werden. Betroffen seien die niedersächsischen Werke in Nordenham (2200 Mitarbeiter), Stade (1600 Mitarbeiter), Varel (1300 Mitarbeiter) und Buxtehude (400 Mitarbeiter) sowie Laupheim in Baden-Württemberg (1100 Mitarbeiter).

Die Beschäftigten sollen dem Bericht zufolge zwar ihre Arbeitsplätze behalten, müssten sich aber auf schlechtere Tarifbedingungen einstellen. Mit dem deutschen Airbus-Hauptwerk in Hamburg arbeiten derzeit über 22 000 Mitarbeiter bei Airbus Deutschland.

Auch von Airbus Deutschland in Hamburg hieß es zu dem Zeitungsbericht, dies seien "unerträgliche Spekulationen". Die Airbus-Projekte "zur effizienteren Produktionssteigerung, zur effizienteren Endmontage und zur Konzentration auf Kernaktivitäten sind weder auf den Weg gebracht noch gibt es definitive Entscheidungen", sagte ein Unternehmenssprecher. Diese Säulen des neuen "Power8"-Programms soll Anfang 2007 bekannt gegeben werden.

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