1. Startseite
  2. Wirtschaft

Airbus treibt Elektroflüge voran - Erste Einsätze spätestens in fünf Jahren

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Martin Prem

Kommentare

Produktion bei Airbus Helicopters: Bereits in vier bis fünf Jahren soll es erste Missionen mit elektrisch betriebenen Fluggeräten geben.
Produktion bei Airbus Helicopters: Bereits in vier bis fünf Jahren soll es erste Missionen mit elektrisch betriebenen Fluggeräten geben. © Unternehmen

Der Flugzeugbauer Airbus treibt die Entwicklung von E-Fluggeräten mit Macht voran. Das machte der Chef von Airbus Helicopters im Interview mit dem Münchner Merkur deutlich.

Donauwörth - Airbus rechnet damit, dass bereits in vier bis fünf Jahren erste Einsätze mit elektrisch betriebenen Fluggeräten möglich werden. Das sagte Wolfgang Schoder, Chef von Airbus Helicopters Deutschland im Interview mit dem Münchner Merkur.

Um das elektrische Fliegen voranzubringen, sind am bayerischen Standort Donauwörth umfangreiche Baumaßnahmen geplant. „Wir werden im nächsten Jahr eine riesige Testhalle für elektrische Fluggeräte bauen“, sagte Schoder. „Ein sogenanntes Rig, in dem wir die Elektrik mit Antriebseinheit hier am Standort testen können.“ Er sprach bei den ersten Praxis-Missionen von einer „operativen Reichweite von 80 Kilometern mit Sicherheitsreserven“. „Im städtischen Gebiet kann man damit einiges fliegen, was nutzbringend ist“, sagte er.

Airbus Helicopters - Luftschrauben im Flügel

Die Fluggeräte, die Airbus* plant, sind keine reinen Hubschrauber mehr, denn die Luftschrauben sind in Flügel integriert. „Beim senkrechten Starten und Landen braucht man Rotoren“, so Schoder. „Beim Streckenflug braucht man eine Fläche“. Weniger optimistisch ist Schoder bei der Frage, ob künftige Fluggeräte in naher Zukunft ohne Piloten auskommen. „Autonomes Fliegen ist erst die Endstufe“, sagte er. „Vielleicht sollte man zuerst vom automatisierten Fliegen reden“. Das elektrische Fluggerät von Airbus werde „zunächst pilotiert sein“.

Allerdings werde auch das elektrische Fliegen nach Schoders Einschätzung nicht überall begrüßt. „Die ersten Anwendungen sind sicherlich die, die von der Bevölkerung am ehesten akzeptiert werden: Rettungseinsätze oder Krankentransport beispielsweise“, sagte er. „Es wird in Deutschland sicherlich weniger akzeptiert, wenn ein Superreicher in sein Stadthaus fliegen will.“ *Merkur.de ist Teil von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare