Airbus erschwert EADS-Start

- München/Amsterdam - Die Flaute in der Luftfahrtindustrie hat dem europäischen Flugzeugbau- und Rüstungskonzern EADS den Start ins Jahr erschwert. Wegen rückläufiger Airbus-Auslieferungen und höherer Forschungs- und Entwicklungskosten sei der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Goodwill-Abschreibungen und Einmaleffekten im ersten Quartal um 59 Prozent auf 130 Millionen Euro eingebrochen, berichtete das Unternehmen.

Unter dem Strich entstand durch höhere Abschreibungen ein Verlust von 93 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: minus 25 Mio Euro). Der Umsatz verringerte sich um 14 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro.<BR><BR>Dennoch hält der Konzern an seinem Ziel fest, Umsatz und Gewinn auf operativer Basis im Gesamtjahr stabil zu halten. "Das Ende des Irak-Kriegs lässt uns hoffen, dass sich das internationale Geschäftsklima allmählich wieder bessern wird", sagten die EADS-Co-Chefs Phillippe Camus und Rainer Hertrich. In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres sei der Auftragseingang bereits um 41 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro geklettert.<BR><BR>Den Löwenanteil dazu trug die Tochter Airbus bei, die den Auftrageingang um 171 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro steigerte. Im Gesamtjahr rechnet EADS nach wie vor mit der Auslieferung von 300 Airbus-Flugzeugen. Im ersten Quartal war der Umsatz bei dem Flugzeugbauer um 19 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro zurück gegangen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Einmaleffekten verringerte sich um 58 Prozent auf 166 Millionen Euro. In der Raumfahrtsparte verringerte sich der operative Verlust um 12 auf 21 Mio. Euro.<BR><BR>

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