Airbus: Keine Angst vor Boeings "Dreamliner"

- Hamburg - Boeing hat im Wettbewerb mit dem europäischen Konkurrenten Airbus eine neue Runde eröffnet. Das amerikanische Unternehmen gab den Vorverkaufsstart für sein neues Modell 7E7 "Dreamliner" bekannt. "Das ist ein immens wichtiger Schritt in unserer Geschichte", sagte Boeing-Programmdirektor Mike Bair. "Wir erwarten die ersten Bestellungen im Jahr 2004."

<P>Mit dem Termin zeigen die Amerikaner Geschichtsbewusstsein: Auf den Tag genau vor 100 Jahren starteten die Gebrüder Wright in Kitty Hawk zum ersten Motorflug. Ob sich in 100 Jahren aber noch jemand an den Programmstart der 7E7 erinnert, ist nicht abzusehen. "Wir haben keine Angst vor der 7E7", kommentierte Airbus-Sprecher Tore Prang die Ankündigung aus Seattle. Der europäische Konzern sei unter anderem mit der A330-200 sehr gut im potenziellen Markt für die 7E7 vertreten.</P><P>Boeing verspricht für die 7E7 eine Treibstoffersparnis von rund 20 Prozent gegenüber heutigen Jets. Dabei setzt man vor allem auf neue Verbundwerkstoffe in Kombination mit sparsameren Triebwerken und der Aerodynamik. Der 55,5 Meter lange Zweistrahler soll mit 200 bis 250 Passagieren 12 200 bis 14 800 Kilometer weit fliegen können. Eine Kurzstreckenversion mit 300 Sitzplätzen ist ebenfalls geplant.</P><P>Durch diese Flexibilität sieht Boeing neben den klassischen Linienfluggesellschaften auch Charterfirmen als mögliche Kunden. Das Marktpotenzial für die 7E7 prognostiziert der Konzern in den kommenden 20 Jahren auf 2000 bis 3000 Flugzeuge. "Unser Flugzeug ist ideal für den europäischen Markt mit vielen Verbindungen von Punkt zu Punkt", schätzt Europa-Verkaufsdirektor Marlin Dailey. Die Boeing 7E7 soll vor allem ältere Flugzeuge wie die 757, 767 oder Airbus A300-600 und A310 ablösen. Hier tut sich in den kommenden Jahren ein riesiger Ersatzbedarf auf. <BR></P>

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