Airbus-Manager warnt vor Streiks

Streit um Jobstreichungen: - München - Im Streit um Jobstreichungen und Werksausgliederungen bei Airbus hat die Konzernführung die Gewerkschaften eindringlich vor einem Streik gewarnt. Angesichts voller Auftragsbücher und festgelegter Liefertermine dürfe es zu keinen Produktionsausfällen kommen, sagte der Co-Vorsitzende des Mutterkonzerns EADS, Thomas Enders, gegenüber "Focus".

"Längere Streiks würden uns empfindlich treffen und noch weiter zurückwerfen. Das kann nicht im Sinne der Beschäftigten sein." Zugleich versuchte er, die Mitarbeiter zu beruhigen.

"Wir machen keine Standorte platt, wir entlassen niemanden, wir steuern nur um", sagte er. Für die betroffenen Werke könne es eine Chance sein, wenn sie nicht mehr im Airbus-Verbund sind: "Sie können dann auch für andere Auftraggeber arbeiten, etwa für Boeing. Es muss in diesen Werken niemand Angst haben."

Der finanziell angeschlagene Flugzeugbauer will mit dem vorgestellten Sparprogramm "Power 8" Kosten senken. Dazu sollen 10 000 Mitarbeiter gehen, davon 3700 in Deutschland. Auf Entlassungen will die Konzernführung aber verzichten und setzt stattdessen auf freiwilliges Ausscheiden und natürliche Fluktuation.

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