Airbus-Protestwelle: Werke stehen still

- Hamburg/Paris - Die Airbus-Sanierungspläne mit der Trennung von 10 000 Arbeitsplätzen stoßen auf heftigen Widerstand der Beschäftigten. Die niedersächsischen Werke Varel und Nordenham mit zusammen 3500 Mitarbeitern standen auch gestern still. In Laupheim in Baden-Württemberg demonstrierten alle rund 1200 Beschäftigten gegen den Verkauf.

Unterdessen will die französische Regierung die Entwicklung der zukunftsträchtigen Verbundwerkstoffe in einheimischen Unternehmen subventionieren. Die Spekulationen über einen Einstieg des finanzkräftigen Ölemirates Katar beim Airbus-Mutterkonzern EADS bekamen neue Nahrung.

Die Vorbereitungen für einen europaweiten Aktionstag liefen an. Der Termin sei in etwa 14 Tagen ins Auge gefasst, sagte die IG- Metall-Bezirksleiterin Küste Jutta Blankau. Die Arbeitnehmer seien nicht bereit, die Beschlüsse des Sanierungskonzepts "Power 8" zu akzeptieren.

Nach den Worten des Gesamtbetriebsratsvorsitzenden von Airbus Deutschland, Rüdiger Lütjen, wird der Diskussionsprozess um das "Power 8"-Konzept noch "Wochen und Monate" dauern. "Wir haben mehr als 5000 Flugzeuge zu fertigen und wir sehen nicht, wo Airbus auf Arbeitskräfte verzichten kann", sagte er. "Die Werke werden gebraucht, jeder Kollege wird jeden Tag und jede Stunde gebraucht." In Deutschland sollen dem am Mittwoch vorgestellten Sanierungsplan zufolge 3700 Stellen wegfallen.

Unterdessen hat Airbus bestätigt, die Arbeiten an der Frachtversion des Großraumflugzeugs A380 vorübergehend eingestellt zu haben. Einige der wichtigsten Aufträge für das Flugzeug waren wegen der A380-Verzögerungen bereits storniert worden.

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