+
Ein Airbus-Logo auf einer Glastür.

5.800 Jobs weg

Airbus-Stellenabbau: Bayern trifft es hart

Toulouse - Die Verhandlungen über den geplanten Abbau von rund 5800 Stellen im Airbus-Konzern (früher: EADS) werden konkreter. Bayern trifft es besonders hart.

Nach Angaben aus Gewerkschaftskreisen nannte die Unternehmensspitze dem europäischen Betriebsrat am Montag erstmals Zahlen für einzelne Standorte. Demnach sollen am künftigen Hauptsitz Toulouse rund 400 Arbeitsplätze wegfallen. An den deutschen Standorten sollen bis 2016 insgesamt 2600 Arbeitsplätze gestrichen werden - die meisten davon im Bereich Rüstung und Raumfahrt.

Knapp 2000 Stellen fallen nach Medieninformationen in Süddeutschland weg. Nach einem Bericht des „Donaukuriers“ (Dienstag) werden allein am bayerischen Standort Manching etwa 1000 der 4200 Stellen abgebaut. In Unterschleißheim werden laut „Augsburger Allgemeine“ (Dienstag) 250 von 1200 Jobs gestrichen, in Ottobrunn 130 von 1000 Arbeitsplätzen. In Ulm (Baden-Württemberg) fielen 315 von 2500 Stellen weg, in Friedrichshafen am Bodensee würden gut 300 Arbeitsplätze gestrichen.

A380: Der neue Superflieger von Lufthansa

A380: Der neue Superflieger von Lufthansa

„Um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Verteidigungs- und Raumfahrtgeschäfts weiter zu steigern, wollen wir mit den Betriebsräten auch darüber verhandeln, wie die Arbeitskosten (...) gesenkt werden können“, kommentierte ein Konzernsprecher am Montag. Je nachdem, wie erfolgreich diese Verhandlungen verliefen, könnten sich die Auswirkungen des Stellenabbaus weiter vermindern.

Derzeit schätzt das Unternehmen, dass sich die Anzahl der Entlassungen in der gesamten Gruppe am Ende auf 1000 bis 1450 beläuft. Die restlichen Stellenstreichungen sollen unter anderem über die Nichtverlängerung von Zeitverträgen realisiert werden. Im Flugzeug- und Hubschrauberbereich sollen bis zu 1500 Jobs geschaffen werden.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Mit 58 Jahren in den Ruhestand: Was Sie dabei beachten müssen
Mit 58 Jahren in den Ruhestand gehen: Wir sagen Ihnen, was Sie dabei beachten müssen - und wie der frühe Ausstieg aus dem Berufsleben gelingen kann.
Mit 58 Jahren in den Ruhestand: Was Sie dabei beachten müssen
Eine der bekanntesten Mode-Ketten Deutschlands schließt mehrere Filialen - acht Bundesländer betroffen
Eine in Deutschland sehr beliebte Mode-Kette schließt noch in diesem Jahr mehrere Filialen. Betroffen sind Geschäfte in acht Bundesländern.
Eine der bekanntesten Mode-Ketten Deutschlands schließt mehrere Filialen - acht Bundesländer betroffen
Sigmar Gabriel soll in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank
Deutschlands größtes Geldhaus steckt mitten in einem radikalen Konzernumbau. Tausende Stellen fallen weg. Für sein Kontrollgremium holt sich das Institut einen …
Sigmar Gabriel soll in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank
Dax tütet Wochenplus ein - Rekordhoch im Blick
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Freitag sein Rekordhoch vom Mittwoch wieder ins Visier genommen. An den Vortagen waren Anleger nach der erreichten Bestmarke von …
Dax tütet Wochenplus ein - Rekordhoch im Blick

Kommentare