Airbus verkauft Werk an britische GKN

Paris/London - Airbus verkauft seine Tragflächenfertigung im englischen Filton an GKN und beteiligt den britischen Zulieferer als strategischen Partner an der Entwicklung des Langstreckenflugzeugs A350. GKN übernehme die Fertigungseinheit mit 1500 Mitarbeitern, teilte Airbus in Toulouse mit.

Bei Airbus verbleiben die Entwicklung von Tragflächen, Kraftstoffsysteme, Fahrwerksintegration und andere Bereiche in Filton mit 5000 Mitarbeitern.

GKN zahlt nach eigenen Angaben in zwei Stufen 136 Millionen Pfund (171 Mio Euro) für die Übernahme. In den nächsten fünf Jahren wollen die Briten zudem 125 Millionen Pfund (157 Mio Euro) in die Verbundstofftechnik investieren, um Filton auf die Produktion von Flugzeugen wie der A350 vorzubereiten. 2009 will GKN in Filton 375 Millionen Pfund umsetzen.

Die Briten erhöhen ihren Auftragsbestand im Bereich große Verkehrsflugzeuge mit der Übernahme mit einem Schlag von 4,5 auf zehn Milliarden US-Dollar (sieben Mrd Euro). Das Werk fertigt insbesondere Flügelkanten, Baugruppen für den äußeren Flügelkasten, Tragflächen-Kabelbäume und Rippen für Airbus.

Mit dem Werksverkauf treibt Airbus das Sparprogramm "Power8" voran. Es sieht neben Kostensenkungen langfristig auch den Verkauf deutscher und französischer Werke und einen größeren Zukauf in Drittstaaten vor.

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