Hubert Aiwanger: Der bayerische Wirtschaftsminister drängt auf eine zügige Gastro-Öffnung.
+
Hubert Aiwanger: Der bayerische Wirtschaftsminister drängt auf eine zügige Gastro-Öffnung.

Bayern

Aiwanger: Gastro-Innenräume wieder öffnen - wenn eine wichtige Voraussetzung erfüllt ist

  • Thomas Schmidtutz
    vonThomas Schmidtutz
    schließen

Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts bieten Luftreiniger einen wirksamen Schutz vor Corona-Viren. Bei Für Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ist die Schlussfolgerung klar.

München – Der Bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat sich für eine Öffnung von Gasthäusern ausgesprochen – sofern sie technisch entsprechend ausgerüstet seien. Wenn erwiesen sei, dass Luftreiniger die Viren unschädlich machen, müsse man Innenräume mit solchen Geräten wie Außenbereiche behandeln, forderte Aiwanger am Freitag anlässlich der Vorstellung einer Studie zur Raumluftreinigung. Sie stammt vom Fraunhofer-Institut und wurde im Auftrag des Hotel- und Gaststättenverbands, der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und des Wirtschaftsministeriums durchgeführt.

Wer viel Geld in Schutzmaßnahmen investiere, solle auch Gäste in seinen Räumlichkeiten empfangen dürfen, sagte der Minister. Dabei hält er Unterschiede je nach Ausstattung für sinnvoll. Eine mit Luftreinigern ausgerüstete Gastronomie, die ihre Gäste testet, könne dann eben geöffnet werden, „und der andere eben nicht“.

Aiwanger: Wirtschaftsminister setzt im Kampf gegen Corona auf Technik

Aiwanger rief dazu auf, im Kampf gegen Corona mehr auf Technik zu setzen und differenziertere Lösungen zu finden. Dies sei überfällig, um „möglichst viel Normalität zurückzuholen“.

Studienleiter Gunnar Grün vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik in Valley sagte, die Studie habe gezeigt, dass die Technologien zur Raumluftreinigung wirkten. Getestet wurden unter anderem Geräte, die das Virus mit Filtern aus der Luft entfernen, aber auch solche, die es mit Ionisierung, Ozon oder UV-Strahlung inaktivieren. Zusätzlich sieht er aber auch das Lüften als wichtigen Baustein zum Corona-Schutz. Wichtig sei, dass die Geräte gewisse Qualitätskriterien erfüllen - beispielsweise ausreichend gute Filter haben, genügend Luft umwälzen und nicht zu laut sind. Zudem dürften keine gesundheitsschädlichen Nebenprodukte entstehen.

Um Betrieben bei der Auswahl von Luftreinigern für ihre spezifische Situation zu helfen, soll voraussichtlich ab nächster Woche ein vom Fraunhofer-Institut erstellter Konfigurator online gehen. (dpa/utz)

Auch interessant

Kommentare