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Twitter-Erfinder Dorsey gründete Square 2010, nachdem er bei dem Kurznachrichtendienst herausgedrängt worden war.

Rote Zahlen

Aktie des Mobil-Bezahldienstes Square stürzt ab

Für Twitter-Chef Jack Dorsey lief es bisher zumindest bei seiner zweiten Firma Square gut. Jetzt prügeln die Anleger auch die Aktie des Mobil-Bezahldienstes in den Keller - Dorsey muss gleich zwei Unternehmen führen, die an der Börse unter Druck stehen.

San Francisco - Twitter-Chef Jack Dorsey verliert jetzt auch bei seiner zweiten Firma, dem Mobil-Bezahldienst Square, das Vertrauen der Anleger. Die Square-Aktie stürzte im frühen US-Handel am Freitag nach einem hohen Quartalsverlust um mehr als 17 Prozent ab.

Square macht Bankkarten-Lesegeräte, mit denen Smartphones und Tablets als Kassengeräte eingesetzt werden können. Die Firma ist ein Pionier des Geschäftsmodells, mit dem auch Unternehmen in Europa aktiv sind.

Im vergangenen Quartal drückten Kosten für die Entwicklung neuer Geräte und die Beilegung eines Rechtsstreits Square tiefer in die roten Zahlen. Es sammelte sich ein Verlust von 96,75 Millionen Dollar an, wie Square nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahresquartal hatte das Minus rund 48 Millionen Dollar betragen. 

Der Umsatz sprang unterdessen im Jahresvergleich um mehr als 50 Prozent auf rund 379,3 Millionen Dollar hoch. Das war mehr als an der Börse erwartet worden war.

Square verbuchte Kosten von 50 Millionen Dollar für den Vergleich mit einem Universitäts-Professor, der in einer Klage 2014 erklärte, die ersten Lesegeräte des Unternehmens griffen auf von ihm entwickelte Technologien zurück.

Twitter-Erfinder Dorsey in der Kritik

Zudem stiegen die Kosten für die Produktentwicklung wegen der Arbeit an einer neuen Geräte-Generation im Jahresvergleich um 63 Prozent auf 65 Millionen Dollar. Den Anlegern bereitet auch Sorge, dass Mitte Mai die beim Börsengang im November festgelegte Haltefrist für rund 64 Millionen Square-Aktien abläuft. Sie befürchten dadurch weiteren Druck auf den Kurs. 

Twitter-Erfinder Dorsey gründete Square 2010, nachdem er bei dem Kurznachrichtendienst herausgedrängt worden war. Im vergangenen Jahr kehrte er auf den Chefposten bei Twitter zurück, behielt aber auch den Spitzenjob bei Square. Bei Twitter hat er angesichts eines schwachen Wachstums der Nutzerzahlen ebenfalls mit Zweifeln der Börsianer zu kämpfen: Die Aktie, die noch im Frühjahr 2015 über 50 Dollar gekostet hatte, notiert jetzt in der Nähe ihres Tiefstands bei 14 Dollar. 

dpa

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