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Aktie von Lehman Brothers im freien Fall

Die Krise der schwer angeschlagenen viertgrößten US-Investmentbank Lehman Brothers spitzt sich dramatisch zu. Nach einem bereits spektakulären Kurssturz seit Wochenbeginn brach die Aktie der Bank am Donnerstag zum Handelsauftakt in New York weiter rasant ein.

Lehman Brothers droht damit laut Analysten auf der Suche nach dringend benötigtem frischem Kapital die Zeit davonzulaufen. Auch andere Investmentbanken standen an der Börse unter Druck.

Lehman Brothers hatte am Mittwoch einen Rekordverlust für das dritte Geschäftsquartal bekanntgegeben und will nun unter Hochdruck Konzernteile verkaufen. Hochriskante und notleidende Geschäfte im Immobilienbereich sollen zudem in eine separate börsennotierte Gesellschaft ("bad bank") ausgegliedert werden. Die angekündigten rettenden Schritte müssen aber zum Großteil noch endgültig verhandelt werden.

Das Problem: Je tiefer der Kurs fällt, desto weniger Geld dürfte die Investmentbank beim Einstieg neuer Investoren oder dem Verkauf von Sparten bekommen. Der Wettbewerber Bear Stearns hatte wegen ähnlicher Schwierigkeiten durch die Kreditkrise im März seinem Notverkauf zustimmen müssen. Auch der Bear-Stearns-Kurs war am Ende dramatisch abgestürzt.

Die Aktie von Lehman Brothers ging gleich zu Beginn des Börsenhandels am Donnerstag wegen panikartiger Verkäufe erneut in freien Fall über. Sie stürzte um mehr als 38 Prozent unter den Vortagesschluss auf nur noch 4,47 Dollar. Allein seit Wochenbeginn verlor Lehman Brothers damit rund 75 Prozent des Börsenwerts, seit Jahresbeginn sogar mehr als 90 Prozent.

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