Rückruf mehrerer Produkte: Bei Verzehr drohen Gesundheitsgefahren

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Börsenhändler stoßen in der Börse in Frankfurt am Main mit Champagner an.

Aktienmarkt: Trotz Verlust am Ende gutes Jahr

Frankfurt/Main - Der deutsche Aktienmarkt hat den letzten Handelstag des Jahres mit Verlusten beendet. Der Dax rutschte am Mittwoch unter die erst zum Wochenbeginn erreichte Marke von 6000 Punkten.

Nach einem erwartungsgemäß ruhigen, verkürzten Handel schloss der DAX mit einem Minus von 0,90 Prozent bei 5957,43 Punkten. Im Gesamtjahr können sich die Anleger aber nach einem zwischenzeitlichen Rutsch um rund 25 Prozent über einen Zuwachs von 23,85 Prozent freuen.

Für den MDax ging es am Mittwoch um 0,09 Prozent auf 7507,04 Punkte nach unten, der TecDax gab um 0,08 Prozent auf 817,58 Punkte nach. Im Jahresvergleich kommt der MDax aber auf ein Plus von 34,01 Prozent, der TecDax sogar auf 60,84 Prozent.

Insgesamt habe das Jahr “nach dem Kursrutsch seit März eine unerwartet positive Wendung genommen“, bilanzierte Stefan de Schutter, Stratege bei der Alpha Wertpapierhandels GmbH. “Die Anleger müssen sich hierfür bei den Notenbanken und deren Liquiditätsschwemme bedanken, denn die Konjunkturdaten und die Gewinnentwicklung der Unternehmen geben diese Aufwärtsbewegung wie an der Perlenschnur eigentlich nicht her.“ Für 2010 sieht de Schutter damit bereits “eine Menge Vorschusslorbeeren“ verteilt. Dennoch blieben die Aussichten für die ersten Wochen des neuen Jahres mit den Kursgewinnen im Rücken zunächst gut.

Größte Verlierer im Dax waren die Papiere der Deutschen Bank mit einem Minus von 2,43 Prozent auf 49,42 Euro. Mit einem Sprung um fast 78 Prozent wurden die Papiere auf Jahressicht nur von den Halbleitertiteln des Indexrückkehrers Infineon geschlagen. Einen großen Teil ihrer knappen Vervierfachung nach 0,96 Euro Ende 2008 verbuchten sie jedoch während ihres Gastspiels im TecDax. Am Mittwoch büßten sie 0,13 Prozent ein und schlossen auf 3,88 Euro. Die nach der Anteilserhöhung des Emirats Katar mittlerweile durch die VW-Vorzüge ersetzten VW-Stammaktien waren im Jahresverlauf die größte Enttäuschung für Dax-Anleger. Von 250,00 Euro Ende 2008 ging es um rund 70 Prozent auf 77,00 Euro nach unten. Die Vorzugsaktien zogen im gleichen Zeitraum dagegen um knapp 73 Prozent an. Dieses gegensätzliche Bild bestätigte sich am letzten Tag des Jahres mit leichten Gewinnen der Vorzüge und etwas schwächeren Kursen der Stämme.

Spannend ist auch der Blick auf Postbank-Aktien, die mit minus 2,31 Prozent auf 22,88 Euro am letzten Handelstag der größte Verlierer im MDax waren. Bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Dax am 23. März gehörten sie dort zu den größten Verlierern. Seither zählten die Bankpapiere jedoch dank der Bodenbildung des Gesamtmarkts zu den gefragtesten Werten in dem Index mittelgroßer Werte und sprangen um etwa 111 Prozent an - nur übertroffen von ProSiebenSat.1 mit einem Sprung um 236 Prozent. Das bitterste Kapitel des MDax-Jahres schreiben die zwischenzeitlich ausgeschiedenen Arcandor-Anteile, die Ende 2008 noch 3,09 Euro gekostet hatten und aktuell bei 0,17 Euro aus dem Handel gingen. Papiere der Hypo Real Estate folgten mit einer Halbierung auf 1,45 Euro schon mit einigem Abstand.

Im TecDax gehört die Bühne des besten Werts dem Spezialmaschinenbauer Aixtron, auch wenn dessen Papiere aktuell 0,63 Prozent auf 23,50 Euro abgaben. Sie konnten sich im Jahresverlauf fast verfünffachen. Der Solarsektor fiel dagegen durch seine uneinheitliche Entwicklung auf. Mit SMA Solar war einer der Favoriten ebenso zu finden wie Q-Cells als schwächster TecDax-Wert.

Der EuroStoxx 50 sank um 0,66 Prozent auf 2972,23 Punkte. Auch die Börsen in Paris und London verbuchten Verluste. Die US-Börsen dürften Börsianern zufolge im Minus eröffnen. Am Rentenmarkt rückte die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 3,02 (Dienstag: 3,01) Prozent vor. Der Rentenindex Rex sank um 0,14 Prozent auf 123,62 Punkte. Der Bund Future gab um 0,09 Prozent auf 121,38 Punkte nach. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4338 (1,4433) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6974 (0,6929) Euro.

dpa

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