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Air Berlin hat einer Studie zufolge zuletzt so viel Kapital ihrer Aktionäre verbrannt wie wenig andere börsennotierte Unternehmen im regulierten Markt. Foto: Federico Gambarini

Kurssturz um 75,8 Prozent

Aktionärsvertreter: Air Berlin riesiger Kapitalvernichter

Frankfurt/Main (dpa) - Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin hat einer Studie zufolge zuletzt so viel Kapital ihrer Aktionäre verbrannt wie wenig andere börsennotierte Unternehmen im regulierten Markt (Prime Standard).

Allein 2016 verlor das Papier 33,9 Prozent an Wert, wie die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) in Frankfurt berichtete. Auf Sicht von fünf Jahren stürzte der Kurs um 75,8 Prozent ab. Damit belegt das Unternehmen Rang fünf auf der DSW-Liste der "größten Kapitalvernichter".

Angeführt wird das Negativ-Ranking demnach vom Maschinenbauer Singulus Technologies. Im vergangenen Jahr brach der Kurs um 90,2 Prozent ein. Auf Sicht von fünf Jahren waren es 98,6 Prozent.

Auch vier Unternehmen der höchsten deutschen Börsenliga zählen der DSW zufolge zu den 50 "größten Kapitalvernichtern". Erster Dax-Konzern ist demnach der Energieversorger RWE auf Rang 16 bei der Kursentwicklung. "Damit hat er es immerhin geschafft, die Flop-Ten wieder zu verlassen, wo er im letzten Jahr noch zu finden war", sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler.

Im vergangenen Jahr büßte die Aktie 2,5 Prozent an der Börse ein, innerhalb von fünf Jahren waren es satte 65,7 Prozent. Konkurrent Eon belegt Rang 21 auf der Negativ-Kurs-Liste, die Deutsche Bank kommt auf Platz 24 und die Commerzbank auf Rang 33.

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