Die aktuellen Taschencomputer: Mehr als ein Büro für unterwegs

- Immer mehr Menschen verabschieden sich von ihrem Taschenkalender und steigen auf Computer in Handtellergröße um. Diese Personal Digital Asistants (PDAs), auch Handhelds oder Organiser genannt, haben sich längst zu elektronischen Alleskönnern gemausert: Sie sind Adressbuch, Walkman und neuerdings auch Telefon in einem. Unsere Zeitung hilft Interessierten bei der Auswahl.

<P>Klassische PDAs<BR>Die klassischen PDAs sind in der Regel mit einem berührungsempfindlichen Farbdisplay ausgestattet, auf dem der Nutzer mit einem Plastikstift Eingaben machen kann. Teilweise ist auch eine kleine Tastatur integriert, die jedoch nur mit schlanken Fingern problemlos zu bedienen ist. Die Geräte gibt es mit zwei verschiedenen Betriebssystemen: Einige laufen mit Palm OS, andere mit Windows CE, einer abgespeckten Windows-Version. Letztgenannte Modelle sind meist größer und teurer, verfügen aber auch über eine bessere Grundausstattung als die Palm-Modelle. Diese sind etwas handlicher und verbrauchen weniger Energie.</P><P>Wandelndes Büro<BR>Die Taschencomputer sind Minibüros: Fast alle können als Adressbuch, Terminkalender, Notizbuch, Aufnahmegerät und Wecker dienen. Auf den Windows-Modellen sind zudem oft Programme zur Textverarbeitung und Tabellenkalkulation, ähnlich wie Word und Excel auf dem PC, installiert. Solche Software ist oft auch bei den Palms inklusive, wobei weitere Programme kostenlos aus dem Internet _ etwa bei www.freewareppc.com _ geladen werden können. "Es gibt die unterschiedlichsten Anwendungen etwa zum Briefmarkensammeln oder Tauchen", sagt Rainer Gievers, der mehrere Bücher über PDAs geschrieben hat.</P><P>Digicam & Gameboy<BR>Neben den Büro-Basisfunktionen sind mittlerweile viele Taschencomputer multimediafähig. Einige wie etwa das Sony Clié´ TH55 sind mit einer Digitalkamera ausgestattet, mit der die Nutzer Schnappschüsse und Videosequenzen aufnehmen können. Viele der neuen Geräte lassen sich dank eingebautem MP3-Player und Kopfhörereingang als Walkman benutzen. Und selbst als Videoplayer für unterwegs sind Modelle wie etwa der IPAQ H1930 von Hewlett-Packard einsetzbar: Mit der passenden Software lassen sich inzwischen DVD-Filme auf Taschencomputer-Format schrumpfen. Ein umfangreiches Spieleangebot macht aus manchem PDA auch einen "Gameboy".</P><P>Smartphones<BR>Seit einigen Monaten bringen einige Hersteller so genannte Smartphones auf den Markt. Diese Geräte vereinen die Funktionen von PDAs und Mobiltelefonen. "Wir glauben, dass die klassischen PDAs aussterben", heißt es etwa bei Sony. "Smartphones sind heute voll im Trend." Der Vorteil: Der Nutzer muss nicht zwei Geräte mit sich herumtragen. Der Nachteil: Viele Smartphones sind wesentlich größer als herkömmliche Handys und beulen die Sakkotaschen merklich aus.</P><P>Preise<BR>Die Preise für PDAs variieren je nach Funktionsumfang und technischer Ausstattung. Einsteigermodelle wie das Zire 31 oder das Sony Clié´ TJ27 sind für rund 100 bis 200 Euro zu haben. Nach oben hin gibt es kaum Grenzen: Der üppig ausgestattete Axim X3i von Dell, der in Tests von "Computerbild" und "Chip" gut abgeschnitten hat, kostet etwa 380 Euro. Für den Panasonic CF-P1MK2 werden 1900 Euro fällig. Dafür schützt bei dem Edelteil auch eine Magnesiumhülle die empfindlichen Innereien gegen Stürze, Staub und Spritzwasser. Relativ günstig kommen die Verbraucher bei den Smartphones weg, weil sie in Kombination mit einem Vertrag subventioniert angeboten werden. Das Sony P 900 etwa ist bei T-Mobile derzeit für 460 Euro zu haben.</P><P>Beim Kauf beachten<BR>"Vor dem Kauf sollte man sich genau überlegen, was man mit den Geräten anstellen will", sagt Rainer Gievers. Reicht ein PDA oder soll es gleich ein Smartphone sein? Welche Funktionen sind wichtig? Zudem empfiehlt Gievers, die Geräte im Laden ausgiebig zu testen. So unterscheide sich beispielsweise die Bedienung zwischen den Windows und den Palm-PDAs. Neben Preis und Ausstattung rät er, auch auf technische Details wie die Akkulaufzeit. Zudem sei darauf zu achten, dass mögliche Wechselspeicher wie Flash-Cards auch in die eigene Digitalkamera passen.</P>

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