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Leck an Regelventil: AKW Isar 2 nach Störung vorübergehend abgeschaltet

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Isar 2: Das AKW in Essenbach bei Landshut musste vorübergehend vom Netz genommen werden.
Isar 2: Das AKW in Essenbach bei Landshut musste vorübergehend vom Netz genommen werden. © Armin Weigel/dpa

Das Atomkraftwerk Isar 2 in Essenbach bei Landshut soll Ende des Jahres vom Netz gehen. Doch schon jetzt musste das AKW vorsorglich abgeschaltet werden. Es bestehe jedoch keine Gefahr, versichert der Betreiber.

Essenbach - Das Kernkraftwerk Isar 2 in Niederbayern ist wegen einer technischen Störung am Sonntagmorgen vorübergehend abgeschaltet worden. Wie der Betreiber Preussen Elektra in Hannover mitteilte, gibt es ein Leck an einem Regelventil „im Speisewassersystem des sekundären Wasser-Dampf-Kreislaufs“. Dadurch trete Wasserdampf aus, der aber nicht radioaktiv sei.

Der Fehler könne aus technischen Gründen und wegen der Arbeitssicherheit nur im drucklosen Zustand der Anlage durchgeführt werden. Wie lange Isar 2 abgeschaltet bleibt, war zunächst unklar. Das Kernkraftwerk in Essenbach (Landkreis Landshut) ist das letzte in Bayern, das noch nicht endgültig vom Netz gegangen ist. Es befindet sich seit 2017 im Rückbau und soll Ende 2022 endgültig abgeschaltet werden.

AKW in Essenbach: 500 Mitarbeiter

An dem Standort sind den Angaben nach rund 500 Menschen beschäftigt. Zuletzt hat Ende 2021 das AKW Gundremmingen C im schwäbischen Landkreis Günzburg seinen Betrieb eingestellt. Angesichts des Abschieds aus der Atomenergie sind bei vielen Unternehmen die Sorgen um die Versorgungssicherheit in Deutschland zuletzt deutlich gewachsen. (dpa/utz)

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