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IWF alarmiert über Explosion der Rohstoffpreise

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Washington (dpa) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank haben sich alarmiert über die explodierenden Preise für Rohstoffe und Nahrungsmittel gezeigt. "Es gibt das Risiko einer dauerhaft hohen Inflation", sagte IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn am Donnerstag in Washington.

Die jüngste Entwicklung sei eine der größten Sorgen des Fonds. Weltbank-Präsident Robert Zoellick warnte vor weitreichenden sozialen Folgen, vor allem in armen Ländern. "Die Auswirkungen dieser Nahrungsmittelkrise bedeuten sieben verlorene Jahre im Kampf gegen die Armut."

Seit Ende 2006 stiegen die Preise für Nahrungsmittel den Angaben zufolge weltweit um 48 Prozent. In vielen Entwicklungsländern müsse die arme Bevölkerung inzwischen bis zu 75 Prozent ihres Einkommens für Nahrungsmittel ausgeben.

"Es geht nicht nur um eine ausgefallene Mahlzeit oder Unruhen. Es geht auch um den Verzicht auf Bildung für Kinder und Erwachsene, um Verkrüppelung, intellektuell wie auch körperlich", betonte Zoellick. Der Weltbank-Chef erneuerte seine Forderung an die Weltgemeinschaft, dem Ernährungsprogramm der Vereinten Nationen umgehend 500 Millionen Dollar (316 Millionen Euro) zur Nothilfe für arme Länder zur Verfügung zu stellen.

Auf kurze Sicht sprach sich Strauss-Kahn dafür aus, betroffenen Staaten finanziell zur Seite zu stehen, um den Druck vor allem auf ärmere Bevölkerungsschichten zu lindern. Um dem knappen Angebot an Nahrungsmitteln langfristig zu begegnen, müssten die Anstrengungen verstärkt werden, die Produktivität der Agrarwirtschaft zu erhöhen und auch Anbauflächen in armen Ländern auszuweiten. Zoellick verlangte überdies einen zügigen Abschluss der sogenannten Doha-Verhandlungen über die weitere Liberalisierung des Welthandels.

Nach den Worten des Weltbank-Chefs sind eine Reihe von Faktoren für den rasanten Anstieg der Rohstoff- und damit auch der Nahrungsmittelpreise verantwortlich. So werde etwa in aufstrebenden Ländern wie China mehr Fleisch verzehrt, was die Nachfrage nach Getreide als Futtermittel erhöhe. Der verstärkte Einsatz von Biotreibstoffen verknappe das Angebot zusätzlich. Überdies nutzten Spekulanten Rohstoffe verstärkt als Anlageklasse.

Der Internationale Währungsfonds und die Weltbank veranstalten an diesem Wochenende in Washington ihre traditionelle Frühjahrstagung. Im Mittelpunkt stehen dabei die Finanzmarktkrise, Hilfen für Entwicklungsländer und neue Strategien angesichts der Explosion der Rohstoffpreise sowie Reformprojekte von IWF und Weltbank.

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