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Offenbar sind die Warenlager von Aldi Nord prall gefüllt. Deshalb gilt es jetzt, möglich viel davon loszuwerden.

Discounter weiß wohl nicht mehr, wohin mit allem

Aldi: Darum gibt es aktuell hohe Rabatte auf Restposten

Bei Aldi sind die Warenlager zu voll. Deshalb können Kunden bei Restposten aktuell Rabatte von bis zu 70 Prozent erwarten.

Essen - Alles muss raus! - So oder so ähnlich lautet ab Montag das Motto bei Aldi. Denn beim Discounter sind die Warenlager laut Medienberichten bis zum Anschlag gefüllt. Nun reagiert der Konzern mit einem Restposten-Sonderverkauf. Dabei werden laut einer Pressemitteilung des Konzerns Rabatte von bis zu 70 Prozent versprochen.

Mitarbeiter wissen offenbar nicht mehr, wohin mit weiteren Waren

Wie die Lebensmittel-Zeitung auf ihrem kostenpflichtigen Internet-Angebot berichtet, muss das Unternehmen mit Sitz in Essen zu der drastischen Maßnahme greifen, weil die eigenen Warenlager von der Aktionsware, zu der jede Woche etwas Neues dazukommt, überfüllt sein sollen. Die Mitarbeiter wüssten laut einem Insider nicht mehr, wohin noch damit.

Bei Aldi Nord startet am Montag die große Schnäppchenjagd.

Nun soll es also der Sonderverkauf richten, den Aldi in seinen Handzetteln sowie online im Prospekt für die aktuelle Woche auch offensiv bewirbt - ebenso wie auf der Konzern-Homepage. Laut des Nachrichtenportals tag24.de sollen die Rabatte auf Textilien, Gartenartikel und andere Produkte gewährt werden, die teilweise aufgrund des langen Winters und des bislang eher wechselhaften Frühlings noch nicht gut verkauft worden seien.

Aldi Nord: Angebot gilt noch bis zum 2. Juni

Die genaue Liste der Artikel ist unbekannt. Lediglich feststehen soll, dass es sich ausschließlich um nicht-essbare Produkte handelt, die die Discounterkette dringend loswerden möchte. Ebenfalls klar ist, dass das Angebot nur für Aldi Nord gilt. Ein Grund dafür könnte laut Spekulationen sein, dass Aldi Nord im Vergleich zu seinem südlichen Bruderunternehmen schlicht zu viel Ware geordert habe.

Kunden von Aldi Nord können bares Geld sparen - vor allem wenn sich keine Lebensmittel sondern Aktionsprodukte kaufen.

Der Konzern wollte die Spekulationen über zu große Bestellmengen als Hintergrund seiner Aktion auf Anfrage der Ippen-Digital-Zentralredaktion am Montag nicht bestätigen. Unternehmenssprecherin Anna Steinweger schrieb lediglich, dass es schon immer Restpostenverkaufsaktionen gegeben habe. „Neu ist lediglich, dass wir diese Aktion zum ersten Mal in unserem Faltblatt bewerben. Dies geschieht im Rahmen unserer sich ständig optimierenden Marketingmaßnahmen.“

Video: Kunde liest Netto-Prospekt und prangert dann Aldi an

Aldi Nord: Alle Angebote gelten nur, solange der Vorrat reicht

Bei dem „Frühjahrsputz“ gehe es auch darum, mehr Platz für frische und aufgrund des Wetters aktuell sehr erfolgreiche Warengruppen zu schaffen. Auch die Menge der derzeit angefallenen Lagerbestände sei im Frühling nicht unnormal, zumal nach dem schlechten Frühling die vielen Feiertage im April und im Mai ihr übriges dazu getan hätten, die Lagerbestände in die Höhe zu treiben. Somit profitierten die Kunden zweifach: von den aktuellen Rabatten und vom Platz für neue Produkte im Anschluss.

Die Aktion soll laut Angaben des Unternehmens zunächst bis zum 2. Juni dauern. Bei der Jagd nach einem echten Schäppchen gilt aber: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, denn alle Angebote gelten nur solange der Vorrat reicht.

Die Kunden dürfte es freuen. Doch Aldi schreibt auch immer Negativ-Schlagzeilen - ob Nord oder Süd: Um dieses Produkt gab es wegen vermeintlich schlechter Qualität Ärger. Und mit einem anderen Angebot zog der Discounter jede Menge Spott auf sich.

Philipp Keßler

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