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Milch der Marke Milfina, einer Handelsmarke von Aldi Süd. Die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd erhöhen die Preise für Trinkmilch und Butter als Reaktion auf die schwierige Lage der Milchbauern. Foto: Andreas Gebert

Discounter heben Milch- und Butterpreise an

Die Discounter läuten eine neue Preisrunde bei Milch und Butter ein. Diesmal geht es nach oben. Die Erzeuger wird es freuen.

Essen/Mülheim (dpa) - Die Discounter Aldi Nord, Aldi Süd sowie Netto erhöhen die Preise für Trinkmilch und Butter. Milch werde zum 1. Oktober um vier Cent teurer, Butter um zehn Cent, teilten die Ketten mit.

Dies sei eine Reaktion auf die außergewöhnlich schwierige Situation der heimischen Milchbauern, teilte Aldi mit. Eine Netto-Sprecherin erklärte: "Mit dieser Preiserhöhung reagieren wir auf die aktuelle Situation der Milchbauern in Deutschland."

Nach massiven Protesten einheimischer Bauern wegen der stark gesunkenen Milchpreise hatte bereits Aldi-Konkurrent Lidl vor kurzem Preiserhöhungen für Milch angekündigt.

Aldi schätze die hohe Qualität der deutschen landwirtschaftlichen Erzeugnisse und habe sich daher entschlossen, einen Beitrag zur Verbesserung der angespannten Lage auf dem deutschen Milchmarkt zu leisten, hieß es in der Mitteilung.

Wegen der weltweiten Überproduktion sind die Erzeugerpreise für Milch eingebrochen, nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) sank der deutsche Milchpreis im Schnitt seit Ende 2013 von 41 auf 28 Cent. Zu diesem Preisverfall kam es auch vor dem Hintergrund der im April ausgelaufenen Milchquote und der damit verbundenen Mengenregulierung in der EU. Mit dem aktuellen Preis können die Bauern nach eigener Darstellung ihre Kosten nicht mehr decken - mindestens 40 Cent seien nötig.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) äußerte sich erfreut über die angekündigten Preiserhöhungen. "Unsere hochwertigen Lebensmittel sind ihren Preis wert und dürfen nicht zu Billig-Preisen verschleudert werden", sagte er laut einer Mitteilung. Preiskämpfe bei Milch hätten für die Bauern schwerwiegende Folgen. "Handel und Verbraucher können durch faire Preise extreme Marktsituationen entspannen", sagte er weiter.

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