Das Logo einer Aldi Süd Filiale. Die Landesgesellschaft in der Schweiz gehört zur deutschen Mutter.
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Das Logo einer Aldi Süd Filiale. Die Landesgesellschaft in der Schweiz gehört zur deutschen Mutter.

Eidgenossen

Krasses Lohngefälle bei Aldi: In der Schweiz verdienen Mitarbeiter doppelt so viel wie in Deutschland

Der Lebensmitteldiscounter Aldi hat in der Schweiz die Löhne und Gehälter angehoben. Die Anpassung ist moderat, aber das Mindestgehalt liegt deutlich über dem Tarif in Deutschland.

Zürich - Beim Discounter Aldi gibt es in der Schweiz künftig mindestens 4440 Franken (etwa 4065 Euro) Lohn. Das teilte das Unternehmen, das zu Aldi Süd gehört, am Donnerstag mit. Der Sprung ist nicht riesig: Es sind 1,2 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Mancherorts gibt es auch mehr Mindestlohn, bis zu 4648 Franken für eine 42-Stunden-Woche. Bezahlt werden 13 Gehälter pro Jahr.

Der Mindestlohn ist deutlich höher als bei Aldi in Deutschland. Hierzulande liegt der Mindestlohn nach Auskunft einer Unternehmenssprecherin bei 12,50 Euro pro Stunde. Das entspräche einem Monatsgehalt von rund 2000 Euro. Der Discounter hat den Mitarbeitern in Deutschland wegen der Mehrbelastungen durch die Corona-Pandemie zudem einen Sonderbonus gezahlt.

Aldi: In der Schweiz verdienen Mitarbeiter doppelt so viel wie in Deutschland

Aldi zahlt seinen Mitarbeitern in der Schweiz damit rund das Doppelte. Allerdings sind auch die Lebenshaltungskosten in der Schweiz erheblich höher. Unter anderem müssen Angestellte ohne Zuschuss vom Arbeitgeber allein für ihre Krankenkassenbeiträge aufkommen.

Aldi liegt mit diesen Gehältern in der Schweiz vor der Konkurrenz, etwa Migros und Coop, wo das Einstiegsgehalt um 4000 Franken liegt. Auch der Aldi-Konkurrent Lidl ist seit 2009 im Schweizer Markt. Er zahlt ungelernten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach eigenen Angaben 4100 Franken. Lidl hat mehr als 140 Filialen. Aldi ist seit 2005 in der Schweiz und hat mehr als 200 Filialen. In Deutschland hat das Unternehmen am Konzernsitz in Mülheim gerade sein weltweit bislang größtes Geschäft eröffnet. (dpa/utz)

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