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Aldi-Nord-Chef Marc Heußinger tritt überraschend zurück.

Zu denkbar ungünstigem Zeitpunkt

Unerwarteter Personalwechsel bei Discounter: Aldi-Chef tritt überraschend zurück

Obwohl sein Vertrag erst vor kurzem um weitere fünf Jahre verlängert wurde, tritt Aldi-Nord-Chef Marc Heußinger überraschend zurück. Der Chefwechsel erfolgt zu einer denkbar ungünstigen Zeit. 

Berlin - Der Chef von Aldi Nord, Marc Heußinger, gibt seinen Posten auf. Dies teilte das Unternehmen am Freitag in Essen mit. Heußinger „hat darum gebeten, ihn von seiner Funktion und seinen Aufgaben zu entbinden.“ Bis auf weiteres übernehme sein bisheriger Stellvertreter Torsten Hufnagel die Gesamtverantwortung im Verwaltungsrat. Zuvor hatte das „Manager Magazin“ über den Rücktritt berichtet. Heußingers Vertrag war erst Ende 2017 um 5 Jahre verlängert worden. Er führte das Unternehmen seit 2011.

Der Chefwechsel erfolgt mitten in einem laufenden Umbauprogramm unter dem Projektnamen „Aniko“, mit dem seit Sommer 2017 die Aldi-Nord-Filialen modernisiert werden. In Deutschland sollen alle rund 2300 Märkte ein helleres und freundlicheres Aussehen bekommen. Der Discounter will fünf Milliarden Euro für das gesamte Programm ausgeben. Vor allem das Angebot an frischer Ware wie Obst und Gemüse sowie an Fleisch und Fisch wird im Vergleich zu den alten Filialen ausgebaut.

Das Unternehmen ist im Besitz von drei Stiftungen: der Markus- und der Lukas-Stiftung, die von der Gründerwitwe Cäcilie Albrecht und ihrem Sohn Theo Albrecht Junior kontrolliert werden, sowie der Jakobus-Stiftung, bei der Nachkommen von Theos 2012 gestorbenem Bruder Berthold das Sagen haben. Große Investitionen und wichtige Entscheidungen können von den Stiftungen nur einstimmig freigegeben werden.

Lesen Sie auch: Wütende Kundin behauptet, Angestellte dürfen sich vorab bei Angeboten bedienen.

dpa

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