Die Flutkatastrophe und ein chinesischer Hafen stören die Lieferketten.
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Die Flutkatastrophe und ein chinesischer Hafen stören die Lieferketten.

Engpässe in Supermärkten und Drogerien

Aldi, Kaufland: Rossmann: Leere Regale erinnern Kunden an Lockdown - das sind die Gründe

Erinnerungen an den ersten Lockdown werden wach. In vielen Discountern und Drogerien im Rhein-Main Gebiet stehen Kunden wieder vor teilweise leeren Regalen.

München - In einigen Filialen der großen Discounter- und Drogerie-Ketten im Rhein-Main Gebiet kommt es wieder zu leeren Regalen. Die Käufer fühlen sich dabei an den ersten Lockdown erinnert, als vor allem Hygiene-Artikel vom „Hamstern“ betroffen waren und die Logistik an ihre Grenzen stieß. Als Grund für die Engpässe hält die Corona-Pandemie* diesmal aber nur bedingt vor.

Betroffen sind essentielle Produkte wie Zahnpasta, Shampoo oder Toilettenpapier. In den entsprechenden Filialen weisen Schilder die Kunden immer wieder darauf hin, Geduld zu haben, wenn sie auf leere Regale stoßen. Von der Situation berichtete zuerst das Chip-Magazin. Die Redaktion erwähnt weiter ein Hinweisschild in einer Kaufland*-Filiale, welches die Kunden „aufgrund technischer Probleme“ um Nachsicht bittet.

Aldi Süd: Container-Chaos in China

Neben den Supermärkten und Drogerien im Rhein-Main Gebiet meldet auch der Discounter Aldi* Logistik-Schwierigkeiten. Aldi Süd macht dabei die vorübergehende Schließung des chinesischen Hafens Yantian verantwortlich. Hier kam es, ähnlich der Suez-Kanal-Krise, zu einem langen Containerschiff-Stau, nachdem der Hafen aufgrund eines Corona-Ausbruches vorübergehend geschlossen wurde. Yantian ist einer der größten Frachthäfen weltweit und ist aufgrund seiner Lage für den Export nach Europa von Bedeutung.

Zusätzlich spüren die Discounter und Drogerien die Auswirkungen der Flut-Katastrophe im Juli. In den betroffenen Gebieten steht die Logistik weiterhin still, da die Aufräumarbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Während des Hochwassers wurden große Lagerhallen überflutet, was die darin lagernde Ware unbrauchbar machte. Das hat auch Auswirkungen auf das Angebot in den Filialen. Ob und wann sich die Lage wieder entspannt, ist unklar. Zusätzlich zu Logistik-Schwierigkeiten und Liefer-Engpässen kämpft die Industrie noch mit einem Rohstoffmangel. So sorgen zum Beispiel die hohen Holzpreise für ein vermindertes Angebot beim Möbelhaus Ikea. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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