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Insgesamt will Aldi Süd bis 2019 in Deutschland rund 3,5 Milliarden Euro investieren.

Das ändert sich beim Discounter

Aldi krempelt seine Läden um - Müssen Kunden dafür zahlen?

Um sich im harten Wettbewerb zu behaupten, investieren Deutschlands Supermarktketten und Discounter zurzeit viel Geld in die Modernisierung ihrer Filialnetze. Muss der Verbraucher dafür am Ende die Zeche zahlen?

Schönere Läden, mehr Service und ein vielfältigeres Angebot: Deutschlands Supermarktketten und Discounter investieren zurzeit Milliarden in ihre Geschäfte, um sich im harten Wettbewerb zu behaupten. Ganz vorne dabei ist Deutschlands Discount-Marktführer Aldi. Das neue Logo und eine weitere frisch bekannt gewordene Änderung waren nur der Anfang.

Aldi Süd plant nach eigenen Angaben derzeit das "größte Investitionsprogramm der Firmengeschichte". Insgesamt will der Billiganbieter bis 2019 in Deutschland rund 3,5 Milliarden Euro investieren, um seine knapp 1900 Läden aufzuhübschen und sein Angebot attraktiver zu machen, wie ein Firmensprecher am Freitag ankündigte. Zuvor hatte die "Lebensmittel Zeitung" über die Pläne berichtet. "Wir geben mehr Gas, weil wir sehen, dass die Modernisierung der Läden und die Erweiterung des Sortiments bei den Kunden gut ankommt", meinte der Sprecher.

Das Schwesterunternehmen Aldi Nord hatte bereits im Sommer seine Pläne bekannt gemacht, weltweit mehr als 5 Milliarden Euro in die Modernisierung seines Filialnetzes zu stecken. Allein in Deutschland sollen in den kommenden Jahren alle rund 2300 Märkte ein helleres und freundlicheres Aussehen bekommen. Vor allem das Angebot an frischer Ware wie Obst und Gemüse, sowie an Fleisch und Fisch wird ausgebaut.

Tatsächlich scheint Aldi nach schwächeren Jahren zurzeit wieder zu alter Stärke zurück zu finden. In den ersten acht Monaten dieses Jahres steigerte der Discounter nach Berechnungen des Marktforschungsunternehmens GfK seine Umsätze um 6,8 Prozent und wuchs damit mehr als doppelt so schnell wie der Konkurrent Lidl oder die Supermärkte insgesamt. Aldi profitierte dabei nicht zuletzt von der Aufnahme zahlreicher Markenartikel in sein Angebot. "Vor allem bei den Discountern wurde teurer eingekauft. Sie haben ihre Sortimente qualitativ teils kräftig aufgewertet, um neue Käufer anzusprechen", beobachtete die GfK.

Auch die Konkurrenz investiert

Doch auch Edeka, Rewe und Lidl greifen zurzeit tief in die Tasche, um ihre Geschäfte attraktiver zu machen. Die Schwarz-Gruppe, zu der neben Lidl auch Kaufland gehört, plant in diesem Jahr nach Informationen der "Lebensmittel Zeitung" weltweit Investitionen von rund 7 Milliarden Euro. Rewe will in diesem Jahr rund 1,7 Milliarden Euro ausgeben, um sein Ladennetz in Europa zu verbessern - mehr als 900 Millionen Euro davon in Deutschland. Und Rivale Edeka investiert im laufenden Jahr nach eigenen Angaben sogar rund 1,9 Milliarden Euro in Märkte, Logistik und Produktionsbetriebe.

Denn der Wettbewerb im Lebensmittelhandel ist hart, und er dürfte durch den Einstieg von Online-Händlern wie Amazon in den nächsten Jahren noch härter werden. Für die Kunden ist das durchaus vorteilhaft. Denn die Konkurrenz macht es den Händlern schwerer, die Kosten für die Filial-Kosmetik an die Kunden weiterzugeben.

Ein Aldi-Süd-Sprecher betonte jedenfalls, die aufwendige Modernisierung der Läden werde keine Auswirkungen auf die Preise haben. Die Preispolitik und das Preisniveau würden nicht verändert. Um die Investitionen zu finanzieren, werde Aldi Süd stattdessen "für einen gewissen Zeitraum eine gebremste Ergebnisentwicklung in Kauf nehmen".

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dpa

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