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Aldi bereitet einschneidende Änderung für Kunden vor: So cool wird das Einkaufen der Zukunft

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Von: Lisa Mayerhofer

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Aldi eröffnet seine erste kassenlose Filiale Aldi Shop&Go im Londoner Stadtteil Greenwich.
Aldi testet in London ein neues Konzept. © Aldi UK

Aldi macht sich fit für den Konkurrenzkampf mit Amazon: Der Discounter eröffnet seine erste kassenlose Filiale - gewährt einen Blick in die Zukunft.

London - Aldi Süd* versucht sich in Großbritannien an einem neuen Konzept: Im Londoner Stadtteil Greenwich eröffnete der Discounter jetzt seine erste kassenlose Aldi Shop&Go-Filiale.

Aldi: So funktioniert der kassenlose Einkauf

Wer dort einkaufen will, muss vorher die Aldi Shop&Go-App herunterladen. Dann kann man den Laden betreten und mitnehmen, was man möchte. Beim Verlassen des Ladens werden die Einkäufe dann automatisch über die gewählte Zahlungsmethode abgerechnet und eine Quittung erscheint in der App. Dabei nutzt Aldi ein System speziell positionierter Kameras, um zu erkennen, welche Produkte die Kunden mitgenommen haben.

Bei Alkohol oder anderen Produkten mit Altersbeschränkung muss der Einkauf vorher mit einer Gesichtserkennungstechnologie autorisiert werden. Dann können die Kunden ihr Alter über die App bestätigen. Wer den Vorgang verweigert, wird von einem Filialmitarbeiter überprüft. Ganz auf Personal kann die Filiale trotz neuer Technologien wohl also nicht verzichten.

Aldi eröffnet die Jagd auf Amazon

Giles Hurley, CEO von Aldi Großbritannien und Irland, sagte anlässlich der Eröffnung: „Der heutige Tag ist der Höhepunkt monatelanger Arbeit, nicht zuletzt des Teams hier in Greenwich, und ich freue mich darauf, zu sehen, wie die Kunden auf unseren Versuch reagieren.“

Dabei steht Aldi mit seiner kassenlosen Filiale durchaus unter Erfolgsdruck: Denn Konkurrent Amazon plant ebenfalls kassenlose Supermärkte in Großbritannien. Bis 2025 sollen landesweit 260 Amazon Fresh-Läden eröffnet werden. Auch Mitkonkurrent Lidl, der sich wie Aldi in Großbritannien gerade auf einer Erfolgsspur befindet*, prüft das Konzept.

Kassenlose Supermärkte in Deutschland

In Deutschland experimentieren bisher Rewe und Tegut mit dem kassenlosen Einkauf in Köln bzw. Fulda. Edeka testet unterdessen im baden-württembergischen Renningen einen neuartigen Laden ohne Personal, bei dem Kundenbestellungen von Greifrobotern hinter dem Verkaufsraum zusammengestellt und zu einem Abholschalter transportiert werden, wo der Kunde sie in Empfang nehmen kann.

Amazon denkt zwar laut einem Handelsblatt-Bericht über die Eröffnung kassenloser Amazon Fresh-Filialen* in Deutschland nach - wurde aber noch nicht konkret. Es bleibt also nur eine Frage der Zeit, bis immer mehr Supermärkte neue Konzepte nach Deutschland bringen. Für Aldi wird der Erfolg der Londoner Filiale richtungsweisend sein.

Mit Material der dpa

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