Alitalia streikt gegen Management

- Rom - Wegen eines Streiks der Alitalia-Belegschaft sind am Donnerstag nach Gewerkschaftsangaben mindestens 130 Flüge der italienischen Airline gestrichen worden. Die Alitalia-Führung hatte ursprünglich angekündigt, dass 74 Maschinen am Boden bleiben würden. Während die Flugbegleiter 24 Stunden streikten, entschlossen sich kurzfristig auch die Piloten und andere Mitarbeiter der Fluggesellschaft, die Arbeit von 10.00 bis 18.00 Uhr niederzulegen.

Besonders betroffen seien die Verbindungen zwischen Rom und Mailand gewesen, die hauptsächlich von Geschäftsleuten benutzt werden. Die Arbeitnehmervertretung SULT entschuldigte sich bei den Passagieren und bat um Verständnis. Viele Fluggäste hatten den Aufruf der Gewerkschaft beachtet und kamen gar nicht zum Flughafen. Die Abfertigungsschalter seien leer gewesen, zahlreiche Passagiere versuchten, auf andere Airlines umzubuchen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Die Alitalia-Belegschaft will mit dem Streik gegen die geplanten massiven Stellenkürzungen der krisengeschüttelten Gesellschaft protestieren. "Wir sind gezwungen, diese Aktion durchzuführen: Leider ist dies die Konsequenz aus der Unfähigkeit der Unternehmensspitze, das Personal effizient zu führen", hatte die SULT zuvor mitgeteilt. Gewerkschaften und Mitarbeiter fordern für die Fluglinie einen neuen Sanierungsplan, "der ihr eine Zukunft ermöglicht", hieß es.

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