Alitalia-Verwaltungsrat billigt Angebot von Air France-KLM

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Rom/Paris (dpa) - Der Verwaltungsrat der angeschlagenen italienischen Airline Alitalia hat das Kaufangebot der größten europäischen Fluggesellschaft Air France-KLM angenommen. Das gab die Fluggesellschaft nach einer 16-stündigen Marathonsitzung am frühen Sonntagmorgen bekannt.

Der Alitalia-Verwaltungsrat habe sich in der Nacht einstimmig für die Offerte ausgesprochen. Air France-KLM freue sich über die Entscheidung, wurde dazu in Paris mitgeteilt. Mit einer Zustimmung zu den Übernahmeplänen war gerechnet worden.

Alitalia hatte vor rund drei Monaten Exklusivverhandlungen mit dem französisch-niederländischen Konzern aufgenommen. Wie es heißt, bietet Air France-KLM als Kaufpreis je eine eigene Aktie für 160 Alitalia-Anteile. Ziel sei die Übernahme von 100 Prozent des Kapitals von Alitalia. In Medienberichten war zuvor allerdings von einem mehr als doppelt so hohen Kaufpreis - für 70 Alitalia-Anteile eine Aktie von Air France-KLM - die Rede gewesen.

Air France-KLM hatte im vergangenen Jahr in einem unverbindlichen Angebot erklärt, 6,5 Milliarden Euro bis 2015 investieren zu wollen. 1600 Stellen sollen abgebaut werden, doch rechnen Beobachter damit, dass wahrscheinlich deutlich mehr der insgesamt etwa 20 000 Arbeitsplätze bei Alitalia wegfallen müssen, um die staatliche Airline wieder auf Kurs zu bringen. Sie fliegt seit Jahren Verluste ein, derzeit in einer Höhe von etwa einer Million Euro täglich.

An diesem Montag will die noch amtierende italienische Regierung das Angebot abwägen. Der italienische Staat hatte angekündigt, sich von einem Anteil von mindestens 39,9 Prozent trennen zu wollen. Derzeit hält der Staat an der maroden Fluglinie eine Beteiligung von 49,9 Prozent. Auch die Gewerkschaften sollen gehört werden. Die Übernahme verzögert sich, weil Italien im Wahlkampf ist und die neue Regierung erst nach der Parlamentswahl Mitte April einem Alitalia- Verkauf zustimmen kann.

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