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Eines der bekanntesten Smartphones, aber im Test nur befriedigend: das iPhone 3GS von Apple.

Smartphones im Test

Alleskönner mit Achillesfersen

Smartphones werden als die Alleskönner unter den Handys gepriesen und kosten bis zu 900 Euro. Doch bei der Untersuchung durch die Stiftung Warentest offenbarten einige Geräte deutliche Schwächen – darunter das iPhone von Apple.

Mischung aus Handy und Handcomputer

Was muss ein Handy können, um ein Smartphone zu sein? Neben den Funktionen eines herkömmlichen Mobiltelefons bieten Smartphones auch Leistungen eines sogenannten Personal Digital Assistant (PDA), eines Handcomputers, mit dem sich beispielsweise Adressen und Termine verwalten lassen. Entscheidend ist außerdem, dass die Geräte direkten Zugang zum Internet ermöglichen und sich ihr Leistungsumfang durch Zusatzprogramme wie Fahrplansuche, Wettervorhersage und Spiele erweitern lässt, so dass sie auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Benutzer zugeschnitten werden können.

Große Unterschiede beim Zusatzangebot

Gerade bei der Möglichkeit, zusätzliche Programme aufs Smartphone zu laden, gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern, von denen vier bereits spezielle Softwareläden im Internet eingerichtet haben. So sind bei Apple etwa 65 000 Programme zu haben, bei Nokia gibt es rund 20 000, bei Google 6500 und beim Blackberry-Hersteller RIM 2000. Zudem plant Microsoft, in diesem Herbst im Internet einen Softwareladen für Handys mit dem Betriebssystem Windows Mobile einzurichten.

Bei Apple hat der Nutzer die Wahl, ob er direkt vom Handy aus oder über einen PC im sogenannten App Store stöbern will. Bei den Konkurrenten lassen sich die Programme ausschließlich direkt aufs Mobiltelefon laden. Alle Anbieter stellen sowohl kostenlose Programme als auch solche, die bezahlt werden müssen, zur Verfügung. Als großen Nachteil bei Apple sehen die Tester allerdings, dass zur Inbetriebnahme des Handys und zum Herunterladen von Zusatzangeboten das Programm iTunes verwendet werden muss, das jedoch nicht mitgeliefert wird.

Apple verspielt den Testsieg

Der Zwang, das Programm iTunes zu nutzen, und die Tatsache, dass der Akku fest im Gerät verbaut ist, haben das iPhone 3GS von Apple den Testsieg gekostet (siehe Tabelle). Abgesehen von diesen Schwächen bietet das Gerät allerdings etliche Vorzüge – beispielsweise, was das Surfen im Internet angeht. So ist sein Browser nach Einschätzung der Tester besser zu handhaben und weniger fehleranfällig als die Produkte der Konkurrenz. Was die E-Mail-Funktionen angeht, ist dagegen das Blackberry Bold auf dem Spitzenplatz gelandet.

In der Gesamtwertung rangiert jedoch Nokias N97 an erster Stelle, das die Tester durch seine Vielseitigkeit überzeugte. So verfügt es sowohl über eine gut zu bedienende Kamera als auch über einen der besten Musikspieler.

Kleine Geschwister: Multimedia-Handys

Neben Smartphones hat die Stiftung Warentest auch Multimedia-Handys, die über etwas weniger Funktionen verfügen, unter die Lupe genommen. Hier schnitt das Sony Ericsson W705 für 310 Euro mit der Note 2,2 am besten ab. Es punktete ebenfalls mit seiner Vielseitigkeit und dem guten Musikspieler. Den zweiten Platz belegt mit der Note 2,3 das Samsung B2100 für 169 Euro, das durch besonders lange Akkulaufzeiten auffiel.

Am schlechtesten unter den zehn getesteten Multimedia-Handys schnitt mit der Note 2,6 das Sony Ericsson W395 für 159 Euro ab. Sein Musikspieler kann bestimmte MP3-Dateien nicht problemlos wiedergeben.

mm

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