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Alleskönner oder Spargerät - Was die neuen Handys bieten

Mobiltelefone bieten immer mehr Funktionen. Doch bei aller Technik-Finesse hapert es manchmal an grundlegenden Eigenschaften. Dann kann der Multimedia-Spaß schon wegen eines Regenschauers enden.

Internet, Musikspieler, Fernsehen oder Pulsmesser - die Handyhersteller packen reichlich Zusatzfunktionen in ihre Produkte. In der Regel erhalten die Nutzer dabei auch gute Qualität, wie die Zeitschrift "test" (Ausgabe 09/08) ermittelt hat. In ihrer Untersuchung von 18 Geräten schnitten die meisten "gut" ab (siehe Tabelle). Doch auch wer einfach nur telefonieren will, kann für vergleichsweise wenig Geld an ein solides Gerät kommen.

Bestnote

Testsieger ist das Multimediahandy Sony Ericsson W890i für durchschnittlich 360 Euro. Es ist nur 1,1 Zentimeter dick, funktioniert auch in amerikanischen GSM- sowie in UMTS-Netzen, bietet eine Kamera, Musikspieler und die Landkarten-Software Google Maps - ein "sehr vielseitiges Handy für vielreisende Multimediafreunde", lautet das Fazit der Verbraucherschützer, die die Note 1,9 vergaben.

Designstück

Das Samsung SGH-F490 wird nicht über Tasten, sondern mit dem Finger auf dem Anzeigeschirm gesteuert. Wer berührungsempfindliche Displays mag und wert auf Design legt, kann hier auf seine Kosten kommen. Diese sind allerdings nicht gering: 530 Euro. Dafür gab es insgesamt die Note 2,2.

Sparmodell

Wer keinen technischen Schnickschnack benötigt, findet mit dem Nokia 2600 Classic ein "sehr handliches und eher einfach ausgestattetes Handy", urteilen die Experten. Das Gerät, das mit 74 Gramm Gewicht eines der leichtesten im Test war, kostet nur 85 Euro, bietet dafür zwar wenig mehr als die reine Telefonfunktion, doch diese zuverlässig: Note 2,2.

Doppel-Telefon

Wer unter einer privaten und einer dienstlichen Nummer erreichbar sein will, aber nicht zwei Telefone mit sich herumtragen möchte, findet im Samsung D880 für 370 Euro eine Lösung: Das "Dual-Sim-Handy" hat zwei Sende- und Empfangseinheiten und funktioniert mit zwei Sim-Karten zugleich. Dafür ist es relativ dick (2 Zentimeter) und schwer (113 Gramm). Musikspieler und Fotofunktion schnitten befriedigend ab. Insgesamt: Note 2,4.

Wasserschaden

In einem Extra-Test wurde die zweite Version des Apple-Handys iPhone untersucht. Es ist nach wie vor ausnehmend teuer: Der Einstiegspreis liegt über zwei Jahre Laufzeit (ein T-Mobile-Vertrag ist Pflicht) mit Bereitstellungs- und Gerätepreis bei 890,95 Euro für die 8-Gigabyte-Variante. Zwar sei die Ausstattung nachgebessert worden, doch habe man eine andere Schwachstelle entdeckt: Nach einem simulierten Regenschauer waren zunächst bei allen drei getesteten iPhones die Displays tot. Zwei der Geräte trugen bleibende Schäden davon. So etwas passierte bei keinem anderen Gerät im Test.

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