Allianz beschwichtigt Genossenschaftsbanken

- München - Die Allianz Versicherung schränkt in Bayern den Vertrieb von Produkten ihrer eigenen Tochter Dresdner Bank ein. Damit will sie ihre Vertriebspartner, die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken, beschwichtigen. Seit über 100 Jahren ist der (damals) Bayerische Raiffeisenverband mit der Allianz im Geschäft und seit gut 65 Jahren vertreiben die Genossen in Bayern deren Produkte über ihre zahlreichen Filialen.

<P>Mit der Übernahme der Dresdner durch die Allianz steht der Versicherer als Allfinanzkonzern in Konkurrenz zu seinen langjährigen Vertriebspartner in Bayern. Das löste "eine gewisse Verunsicherung" aus, bemerkte der Präsident des Genossenschaftsverbandes, Wilhelm Frankenberger, damals. Und wie ein Brief von Allianz-Vorstand Reiner Hagemann an die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken zeigt, sind deren Sorgen noch nicht verflogen. </P><P>"Mit Blick auf die für uns sehr bedeutsame Kooperation und aus Rücksicht auf Ihre Banken haben wir für Bayern beim Thema ,Verkauf von Bankprodukten durch unsere Stammorganisation eine deutlich veränderte Vorgehensweise beschlossen", schrieb Hagemann. So werde es keine regionalen Werbeaktivitäten geben, zitiert die "Financial Times Deutschland" weiter aus dem Brief. </P><P>Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Allianz sei ein wichtiger Bereich und soll fortgeführt werden, hieß es beim Genossenschaftsverband. Und auch für die Allianz sind die Genossen wichtig: Immerhin ein Fünftel des Versicherungsgeschäfts in Bayern läuft über sie.<BR></P>

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