Allianz erwartet spürbare Verbesserung

München - Schwere Unwetter und  Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen sorgten bei der Allianz 2011 für Gewinneinbußen. 2012 soll es auf dem deutschen Markt besser laufen.

Im vergangenen Jahr fiel der Gewinn um fast die Hälfte auf 716 Millionen Euro, wie die Allianz Deutschland AG am Donnerstag in München mitteilte. Auslöser waren schwere Unwetter, Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen und eine hohe Abschreibung im Bankgeschäft. Das Ergebnis sei insgesamt „unbefriedigend“, sagte  Vorstandschef Markus Rieß.

Wer ist im DAX?

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„Beim Ergebnis erwarten wir eine spürbare Verbesserung“,  erklärte der Vorstandchef, ohne genauere Prognosen abzugeben. Rieß wertete es als positiv, dass der langjährige Rückgang der Prämieneinnahmen in der Sachversicherung gestoppt worden sei. Die Einnahmen legten jedoch nur minimal um 0,1 Prozent auf knapp 9 Milliarden Euro zu. Zufrieden zeigte er sich über die Kundenzahlen der deutschen Allianz-Tochter. „Der Kundenverlust, den wir in den vergangenen Jahren hinnehmen mussten, ist gestoppt“, sagte Rieß.

Zulegen konnte der Konzern bei Lebens- und Krankenversicherungen. Positiv entwickelte sich dabei vor allem das Geschäft mit Zusatzversicherungen. Die Allianz Deutschland hat rund 19 Millionen Kunden.

Beitragseinnahmen sanken

Die Zahl der versicherten Autos ging im vergangenen Jahr um 50 000 auf etwa 8,1 Millionen zurück. Die Beitragseinnahmen sanken um 37 Millionen Euro auf 3,1 Milliarden Euro. Im vorvergangenen Jahr hatte der Versicherer Huk-Coburg die Allianz bei der Zahl der Policen in Deutschland überholt. „Wir werden den Anspruch auf Marktführerschaft nicht aufgeben“, sagte Rieß, betonte aber, die Allianz liege nach Beitragseinnahmen nach wie vor mit Abstand vorne.

Der Mutterkonzern Allianz SE hatte seine Ergebnisse bereits vor einer Woche veröffentlicht. Auch auf Konzernebene hatte die europäische Schuldenkrise zusammen mit den Turbulenzen an den Aktienmärkten und hohen Katastrophenschäden den Gewinn um die Hälfte auf 2,5 Milliarden Euro einbrechen lassen.

dpa

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