Allianz: Gegengutachten vom Betriebsrat

- München - Im Kampf um die Arbeitsplätze beim Versicherungskonzern Allianz will der Gesamtbetriebsrat mit Hilfe von Unternehmensberatern Gegenvorschläge erarbeiten. Ziel sei es, möglichst viele Arbeitsplätze und Standorte zu erhalten, sagte der Allianz-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Lutz Steinhardt. Ein erstes Treffen mit den Unternehmensberatern sei für morgen geplant. Ein Allianz-Sprecher erklärte dazu, man werde sich das geplante Gegengutachten ansehen und es prüfen.

Steinhardt forderte, möglichst ganz auf Standortschließungen zu verzichten und den Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten. Nähere Informationen zu möglichen Alternativen zum Abbau von 7500 Stellen im Konzern wollte der Betriebsrat zunächst nicht geben. Erst müsse der Allianz-Vorstand die Arbeitnehmervertretung über die Details der geplanten Maßnahmen informieren, forderte Steinhardt. "Erst dann wird es uns möglich sein, Gegenkonzepte zu entwickeln." Bei einem Gespräch mit Vorstandsmitgliedern sei der Betriebsrat nur mit "rudimentären Informationen" versorgt worden.

Deutschlands größter Versicherer hatte vor kurzem angekündigt, bei einem Konzernumbau im deutschen Versicherungsgeschäft rund 5000 Vollzeitstellen und bei der Tochter Dresdner Bank noch einmal weitere knapp 2500 Stellen streichen zu wollen. Der Betriebsrat warnte deshalb vor einem großen Imageschaden für das Unternehmen.

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