Allianz: Jobabbau nach Rekordquartal verteidigt

- München - Nach dem Rekordgewinn im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hat die Allianz ihre Pläne zum Abbau von 7500 Stellen in Deutschland verteidigt. "Die notwendigen Veränderungen sind nicht einfach", sagte Konzernchef Michael Diekmann. Ein starkes Unternehmen sei aber gut für Kunden und Mitarbeiter, für die Eigentümer und den Holdingstandort Deutschland. In einem offenen Brief an die Mitarbeiter schrieb Diekmann: "Wir erzielen gute Gewinne, aber wir wachsen dabei insbesondere im Versicherungsgeschäft nicht ausreichend."

Nach vorläufigen Zahlen kletterte der Überschuss zwischen April und Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 64 Prozent auf etwa 2,3 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr hat der Konzern damit 4,06 Milliarden Euro verdient und damit bereits annähernd so viel wie im gesamten Jahr 2005. Für 2006 erwartet der Konzern nun einen Überschuss von bis zu 6,0 Milliarden Euro.

Während die Börse den Ausblick feierte und die Allianz-Aktie um 3,67 Prozent zulegte, übte die Gewerkschaft Verdi harte Kritik: "Während die Gewinne von Rekord zu Rekord eilen, soll mehr als 10 000 Angestellten die Existenzgrundlage entzogen werden", sagte Verdi-Vorstandsmitglied Uwe Foullong.

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