Allianz peilt Gewinn von vier Milliarden an

- München - Nach glänzenden Halbjahreszahlen peilt der Versicherungsriese Allianz für das Gesamtjahr einen Gewinnsprung auf mindestens 4,0 Milliarden Euro an. "Wir wären alle sehr enttäuscht, wenn wir im Netto-Ergebnis 2005 eine Drei vor dem Komma stehen hätten", sagte Vorstandschef Michael Diekmann gestern. Im ersten Halbjahr hat der Konzern einen Überschuss von fast 2,6 Milliarden Euro erwirtschaftet und damit den Gewinn des gesamten Vorjahres bereits übertroffen.

Die Allianz sieht beste Voraussetzungen für ein gutes Ergebnis im laufenden Jahr. Vor allem bei Lebensversicherungen und Vermögensanlagen sieht sie Wachstumsmöglichkeiten: Diese Bereiche profitierten vom wachsenden Markt für Altersvorsorge und Vermögensverwaltung, sagte Finanzvorstand Helmut Perlet. Diekmann erklärte: "Heute haben schätzungsweise 200 Millionen Menschen in unseren Kernmärkten noch nicht angemessen für das Alter vorgesorgt."

Die Dresdner Bank ist Perlet zufolge auf Kurs, ihre Kapitalkosten 2005 zu verdienen. Sie hatte im zweiten Quartal ihr operatives Ergebnis um knapp 16 Prozent auf 272 Millionen Euro gesteigert. Dabei konnte eine vorübergehende Schwäche im Handelsergebnis durch Kostenreduktion und eine geringere Risikovorsorge ausgeglichen werden. In der Vergangenheit hatte die Bank den Konzern noch mit Milliardenverlusten belastet.

Die Versicherung hatte ihre Quartalszahlen überraschend bereits am Mittwoch vorgelegt und damit für Freude an der Börse gesorgt. Der Konzerngewinn kletterte um rund 65 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um knapp sieben Prozent auf 23,7 Milliarden Euro. Wesentlicher Treiber für den Quartalsüberschuss ist den Angaben zufolge das operative Ergebnis, das um 19 Prozent auf rund 2,4 Milliarden Euro kletterte. "Alle Segmente haben sich verbessert und zum Erfolg beigetragen", sagte Perlet.

Im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft stiegen die Beitragseinnahmen im zweiten Quartal leicht um 1,8 Prozent. Der Überschuss wuchs um 12 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Bei den Lebens- und Krankenversicherungen kletterten die Beitragseinnahmen um fast 18 Prozent auf 12,0 Milliarden Euro. Vor allem die USA verzeichneten einen deutlichen Zuwachs.

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