Wechsel von Goretzka zum FC Bayern perfekt 

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Allianz startet mit Gewinnschub ins Jahr

- München - Der Versicherungskonzern Allianz hat seinen Aktionären nach einem Milliarden-Gewinn im ersten Quartal neue Wachstumsperspektiven in Aussicht gestellt. Angesichts der Probleme der Rentensysteme müssten die Bürger deutlich mehr Geld für das Alter auf die hohe Kante legen, sei es über private oder betriebliche Ansparmodelle, sagte Allianz-Chef Michael Diekmann am Mittwoch auf der Hauptversammlung in München.

"Das Wachstumspotenzial in unseren Stammmärkten ist riesig." Für das Gesamtjahr zeigte sich Diekmann zuversichtlich und bekräftigte seine Prognosen. "Wir wollen auch in 2005 unser Jahresergebnis erneut erheblich steigern." Aktionärsschützer würdigten zwar die Fortschritte der Allianz, zeigten sich aber von der Entwicklung des Aktienkurses enttäuscht.<BR><BR>Von Januar bis März kletterte der Gewinn des Konzerns nach Steuern nach vorläufigen Zahlen auf gut 1,1 Milliarden Euro und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Die Steigerungen kamen aus Verbesserungen im operativen Geschäft. Im ersten Quartal 2004 hatte die Allianz einen Überschuss von 675 Millionen Euro ausgewiesen. Mittlerweile wendet das Unternehmen aber einen neuen Bilanzierungsstandard an. Daran angepasst belief sich der Vorjahresüberschuss auf 893 Millionen Euro.<BR><BR>Rund 230 Millionen Euro trug die lange verlustreiche Tochter Dresdner Bank zum Quartalsüberschuss bei, das war mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum (102 Mio Euro). "Die Dresdner Bank ist somit auf einem guten Weg, ihre Kapitalkosten in 2005 zu verdienen", hieß es. Diese belaufen sich nach Unternehmensangaben auf rund 700 Millionen Euro. Innerhalb der kommenden drei Jahre soll die Bank eine Ziel-Rendite von zwölf Prozent erreichen.<BR><BR>In der Schaden- und Unfallversicherung konnte das Unternehmen die für die Branche wichtige Schaden-Kosten-Quote - das Verhältnis von Schadenaufwendungen und Kosten zu den Beitragseinnahmen - gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als drei Prozentpunkte auf gut 92 Prozent senken. Unter 100 Prozent arbeiten Versicherer profitabel. Ein Umsatzwachstum von jeweils rund zehn Prozent verbuchte der Konzern im Geschäft mit Lebensversicherungen und beim Asset Management. Wachstumschancen für die Allianz gebe es vor allem in Europa und den USA, sagte Diekmann. "In unseren Kernmärkten werden wir den Anteil an der privaten Vermögensbildung ausweiten, eine herausragende Rolle dabei spielt die Altersvorsorge."<BR><BR>Zu den Zielen für 2005 werde eine weitere Steigerung des operativen Ergebnisses bei der Dresdner Bank, in der Lebens- und Krankenversicherung sowie beim Asset Management beitragen, sagte Diekmann. Zudem entfielen planmäßige Goodwill-Abschreibungen von rund 1,1 Milliarden Euro. 2004 hatte die Allianz ihren Gewinn um 16 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro gesteigert.<BR><BR>Mit Blick auf die schwache Aktienkursentwicklung der Allianz erklärte Klaus Schneider von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, offenbar mangele es dem Kapitalmarkt noch an Vertrauen, dass die gute Entwicklung von Dauer sei. Auch Diekmann räumte ein, dass der Kursverlauf nicht zufrieden stellend sei. Ergebnisentwicklung und Wachstumschancen seien aber gut. Dies werde der Aktie wieder auf die Sprünge helfen.

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