Allianz steigt in japanischen Markt für Lebensversicherungen ein

Tokio - Seit Mittwoch bietet die neue Konzern-Tochter Allianz Life Insurance Japan ein erstes Finanzprodukt in Form einer speziellen Rentenversicherung an. Japan ist der zweitgrößte Lebensversicherungsmarkt der Welt nach den USA. Der Vorstandsvorsitzende der Allianz Life Japan, Uwe Michel, sprach von einem ersten bedeutenden "Meilenstein" für die Allianz. Umsatzziele wurden nicht genannt.

Als Grund für den Markteintritt verwies Michel auf die rasant alternde Bevölkerung Japans. Zudem bestehe wachsender Bedarf an Investitionsmöglichkeiten, nachdem Japaner trotz geringer Zinsen ihr Geld lange Zeit lieber sparten. Auch vor dem Hintergrund einer Deregulierung beim Verkauf von Versicherungspolicen durch japanische Banken steigen in jüngster Zeit immer mehr Gesellschaften in den japanischen Versicherungsmarkt ein.

Das erste Produkt sei als langfristige Vorsorge für den Ruhestand japanischer Kunden gedacht, hieß es. Bei dieser Rentenversicherung sei die Kapitalanlage auch in der Rentenbezugsphase fondsgebunden. Diese Form der Rentenversicherung nennt man "Variable Annuities". Andere Versicherungen wie Gebäudeversicherungen bietet die Allianz schon seit Jahren in Japan an. Zu ihren dort tätigen Unternehmen gehören unter anderem Allianz Fire and Marine, Allianz Global Investors Japan und Dresdner Bank.

Vertriebspartner für das am Mittwoch vorgestellte erste Finanzprodukt ist das japanische Finanzinstitut Nikko Cordial Securities. Es vertreibt die Allianz-Versicherungen vom 1. April in seinen landesweit 110 Filialen. Laut Experten ist das Fondsvolumen mit "Variable Annuities" in Japan in den vergangenen Jahren ähnlich wie auch in den USA rasant gewachsen.

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