Allianz: 700 Stellen im Innendienst fallen weg

- München - Beim radikalen Umbau des Versicherungskonzerns Allianz fällt im Vertriebsinnendienst mit 700 Arbeitsplätzen jede dritte Stelle weg. Man wolle den Verlust an Arbeitsplätzen durch Angebote im Vertriebsaußendienst so weit wie möglich ausgleichen, sagte der neue Chef der Allianz Deutschland AG, Gerhard Rupprecht, in einem internen Interview des Unternehmens. Auch um neue Stellen bei Vermittlern oder anderen Geschäftspartnern werde sich die Allianz kümmern, sagte Rupprecht. Generell bleibe es dabei, dass es in diesem Jahr "keine betriebsbedingten Beendigungskündigungen und Standortschließungen" geben werde.

Für 2007 aber schließt Allianz-Konzernchef Michael Diekmann betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus. "Vor der Einführung eines neuen Geschäftsmodells können wir keine langfristigen Beschäftigungsgarantien abgeben", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Rupprecht sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", der Maximalumfang des Stellenabbaus solle bis zur Jahresmitte bekannt gegeben werden. Die davon nicht betroffenen Stellen bei der Allianz seien langfristig gesichert.

Durch die Bündelung des deutschen Versicherungsgeschäfts gehe die Allianz von operativen Ergebnisverbesserungen um etwa 200 Millionen Euro im kommenden Jahr sowie um 400 Millionen Euro im Jahr 2008 und etwa 600 Millionen Euro im darauf folgenden Jahr aus, sagte Diekmann. Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin handelt es sich dabei aber nicht um Planzahlen für einen etwaigen Personalabbau, sondern um Annahmen, die bei den Plänen für den Konzernumbau zugrunde gelegt worden seien. Dieser Umbau umfasst auch die milliardenschwere Komplettübernahme der italienischen Tochter RAS sowie die Umwandlung in eine Europäische Gesellschaft (SE).

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