Allianz stößt Großteil der Immobilien in Deutschland ab

Berichte bestätigt: - München/Hamburg - Der Allianz-Konzern trennt sich von einem Großteil seines Immobilienbesitzes in Deutschland. Internationalen Investoren werden derzeit zwei Pakete im Wert von insgesamt 3,5 Milliarden Euro zum Kauf angeboten.

"Wir wollen die günstige Marktsituation nutzen, um das Übergewicht in Deutschland abzubauen und die Mittel in ausländische Immobilien zu reinvestieren", sagte Dirk Grosse-Wördemann, Chef der Konzerntochter Allianz Immobilien, und bestätigte damit entsprechende Informationen der "Financial Times Deutschland" aus Marktkreisen.

So sollen die Immobilienanlagen des Konzerns breiter gestreut werden. Die Erlöse sollen nicht ins Versicherungsgeschäft fließen. In einem ersten Paket stellt Allianz weniger als zehn selbst genutzte Bürogebäude zum Verkauf, darunter die Hauptverwaltung in Unterföhring bei München und den Allianz-Kai in Frankfurt am Main.

Den Großteil der Flächen will der Versicherungskonzern anschließend für einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren zurückmieten. Mit der Vermarktung des Portfolios unter dem Projektnamen Core im Wert von mindestens 1,5 Milliarden Euro ist die Investmentbank Rothschild beauftragt.

Durch einem zweiten Paketverkauf mit dem Projektnamen Charlotte will die Allianz Immobilien-Tochter rund 200 kleinere Büro- und Geschäftshäuser in ganz Deutschland im Wert von insgesamt 2 Milliarden Euro losschlagen, die nicht von der Allianz genutzt werden und an Dritte vermietet sind. Dieses Paket wird vom Immobiliendienstleister Jones Lang LaSalle vermarktet. Beide Transaktionen sollen bis zum Sommer abgeschlossen sein.

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