Allianz streicht 450 Stellen im Investmentbanking

München - Nach einem Gewinneinbruch bei der Dresdner Bank infolge der weltweiten Kreditkrise greift die Allianz hart durch. Bei der Investmentbank Dresdner Kleinwort werden 450 Arbeitsplätze gestrichen.

Der Stellenabbau sei zum Großteil bereits umgesetzt, sagte Allianz-Chef Michael Diekmann am Donnerstag in München. Das Geschäft mit strukturierten Kreditprodukten, das in der Finanzkrise zu hohen Wertberichtigungen führte, werde reduziert.

Die Dresdner Bank hatte wegen Abschreibungen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr nur noch 730 Millionen Euro zum operativen Allianz-Gewinn beigesteuert nach knapp 1,4 Milliarden Euro im Jahr zuvor. "Auch ich freue mich nicht darüber, dass es diese Wertberichtigungen gegeben hat, und schon gar nicht über die Höhe", sagte Diekmann laut Redetext. Insgesamt habe sich die Dresdner aber einschließlich weiter Teile der Investment-Bank trotz des Gewinneinbruchs noch gut geschlagen. "Schaut man sich vergleichbare Institute etwas genauer an, so schneidet die Dresdner Bank in der gegenwärtigen Krise sogar einigermaßen respektabel ab."

Seit Jahren wird spekuliert, dass sich die Allianz von Dresdner Kleinwort trennen könnte. Die Investmentbank hatte zuletzt weltweit etwa 6000 Mitarbeiter. Er wolle sich nicht auf eine strategische Diskussion um die Zukunft der Sparte einlassen, sagte Diekmann. Notwendig seien operative Veränderungen, da das Umfeld noch immer "anormal" sei.

Controlling-Vorstand Helmut Perlet betonte, der Großteil des Geschäfts der Dresdner Kleinwort sei in guter Verfassung. Die Bereiche, die nicht von der Kreditkrise betroffen seien, hätten ihr operatives Ergebnis verbessert.

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