Lebensversicherungen

Allianz hält Garantiezins-Senkung für unnötig

München - Der Versicherungskonzern Allianz gibt Entwarnung für alle Kunden, die eine Senkung des Garantiezinses bei Lebensversicherungen befürchten: Dazu bestehe keine Notwendigkeit.

 „Die Niedrigzinsphase ist eine Herausforderung für die gesamte Branche, das Geschäft ist deutlich härter als vor einigen Jahren“, sagte Allianz-Deutschlandchef Markus Rieß der „Bild“-Zeitung (Freitag). „Ich sehe aber keine Notwendigkeit, den Garantiezins im nächsten Jahr zu senken.“ Wegen der niedrigen Zinsen an den Kapitalmärkten fällt es den Versicherungen immer schwerer, den Garantiezins zu halten. Einige Anbieter verzichten in neuen Verträgen inzwischen auf einen Garantiezins.

Mit dem Zins können die Lebensversicherungs-Kunden sicher rechnen. Der Garantiezins wird vom Bundesfinanzministerium festgesetzt. Seit 1990 wurde er schrittweise gesenkt und liegt derzeit auf dem Tiefstwert von 1,75 Prozent. Zuletzt hatte sich auch die Finanzaufsicht Bafin gegen eine Senkung des Garantiezinses im nächsten Jahr ausgesprochen. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) als zuständige Aufsichtsbehörde erwartet vorerst keine weitere Senkung des Garantiezinses für Lebensversicherungen.

dpa

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