Allianz: "Wir zetteln keinen Preiskrieg an"

- München - Die Allianz will einen Preiskampf in der Autoversicherung vermeiden. Bei einem seit kurzem geltenden, neuen Preissystem gehe es nicht um einen Kampf um Marktanteile, sagte ein Allianz-Sprecher in München. "Wir zetteln keinen Preiskrieg an." Es sollten künftig individuelle Faktoren bei Neuverträgen stärker berücksichtigt werden. Für einige Kunden werde die neu abgeschlossene Versicherung so sicher billiger, bei anderen könne es aber auch teurer werden. Daher können die Autofahrer in Deutschland offenbar nicht darauf hoffen, dass die Tarife auf breiter Front deutlich nachgeben.

<P>Die "Financial Times Deutschland" hatte berichtet, der Marktführer wolle seine Tarife drastisch senken. Laut Berechnungen von Wettbewerbern gebe es Preissenkungen von bis zu 30 Prozent. Die Allianz entgegnete, bei solchen Beispielen müsse es sich um "absolute Extremfälle" handeln. Die Autoversicherung müsse für den Allianz-Konzern Geld verdienen, sagte der Sprecher. Daher werde man sich keine Marktanteile erkaufen.</P><P>Die Allianz ist mit einem Anteil von knapp 18 Prozent Marktführer in Deutschland. Die Zahl der versicherten Fahrzeuge sank im vergangenen Jahr um fast 200 000 auf 8,8 Millionen Autos. Das Preissystem werde regelmäßig justiert, so der Sprecher. Künftig würden individuelle Faktoren noch stärker berücksichtigt: zum Beispiel wie viele Kilometer ein Kunde im Jahr fährt und ob er eine Garage hat. Offen blieb, wie stark die Neu-Tarife insgesamt durch das neue System sinken könnten.</P>

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